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Home Hörde

Inklusive WG-Party an der Hochofenstraße

Seit 5 Jahren gibt es die WG Heimspiel, nun sind Folgeprojekte in der Gartenstadt und in Sölde geplant

von Wir in Dortmund (PS)
vor 1 Jahr
in Hörde, Aplerbeck, Dortmund
Lesezeit: 2 Minuten
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Malik Harms (2. v. r.) begrüßte die Gäste zu seiner WG-Party. (Fotos: Wir in Dortmund)

Malik Harms (2. v. r.) begrüßte die Gäste zu seiner WG-Party. (Fotos: Wir in Dortmund)

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„Die jungen Erwachsenen wollen mittendrin sein“. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Mitglieder der WG Heimspiel, die sich aus Menschen mit Unterstützungsbedarf aufgrund kognitiver Beeinträchtigungen zusammengefunden hat, laut Detlef Harms in keiner Weise von anderen jungen Menschen. Deshalb legt der Vorsitzende des Elternvereins Zusammenspiel Phoenix e. V. besonderen Wert darauf, dass auch das Heimspiel 2.0 in der Gartenstadt und das Heimspiel 3.0 in Sölde an optimale Infrastruktur angeschlossen sind. Während das Projekt in der Gartenstadt bereits in konkreten Planungen steckt, gilt es nun, das potenzielle Sölder Grundstück eingehend zu prüfen. In Hörde gehört Heimspiel inzwischen fest zum Quartier – einer von vielen Gründen, zum fünften Jubiläum weit über 200 Menschen zu einer Party einzuladen, die am Sonntag in der Hochofenstraße stieg.

gesamtkunstwerk e. V. mit Musik zum Jubiläum
Für Livemusik sorgte am Nachmittag die Band „Collective Four“. Entstanden ist diese aus einem Qualifizierungsprojekt des Vereins gesamtkunstwerk, das junge Musikerinnen und Musiker mit Profis zusammenbringt. Der Ansatz des Vereins ist dabei stets ein inklusiver, was sich unter anderem im Dortmunder inklusiven Soundfestival (DiS) niederschlägt. Eine der Heimspiel-Bewohnerinnen hatte in der Vergangenheit an der Qualifizierung teilgenommen, wodurch ein erster Kontakt geknüpft war. Gemeinsamkeiten in der Zielsetzung der beiden Vereine legten daraufhin nahe, „Collective Four“ für das Jubiläum zu buchen.

„Wir Eltern mussten lernen loszulassen“
Als Heimspiel im Jahr 2020 an den Start ging, waren die Eltern aufgrund der Corona-Auflagen mit dem Einzug ihrer Kinder „sofort raus“, berichtet Detlef Harms. Das aber führte schnell dazu, dass die jungen Menschen auf einmal Dinge erlernten, „die die Eltern ihnen niemals zugetraut hätten“, wie er auch der Geburtstagsgesellschaft gegenüber kundtat: „Wir Eltern mussten lernen loszulassen. Unsere jungen Erwachsenen waren sehr schnell in der Lage, ohne uns klarzukommen.“

 

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Inklusive WG-Party an der Hochofenstraße
Inklusive WG-Party an der Hochofenstraße
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Inklusive WG-Party an der Hochofenstraße
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1. Der BVB-Fanclub Borussenstern übergab einen Spendenscheck über 1.150 Euro an die WG Heimspiel.

2. Gemeinsam begrüßten (v. l.) der 2. Vorsitzender Rainer Goddinger, WG-Mitglied Sabrina und der Vorsitzende Detlef Harms die Gäste.

3. Der Fitnessraum im Dachgeschoss ist inzwischen fertiggestellt.

4. Collective Four sorgten für die Livemusik zur Geburtstagsparty.

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11. In ihrem Fanclub hatten (v. l.) Nadine Olbrich, Ehrenpräsident Matthias Fuchs, Thomas Draeger als 3. Vorsitzender, Vorsitzender Marvin Herold und Jan Fiedler als 2. Vorsitzender Mitgliederspenden gesammelt.

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14. Die Diakonie zeichnet für die Betreuung in der Hochofenstraße verantwortlich.

15. An der Gestaltung des Kunstraums waren die WG-Mitglieder aktiv beteiligt.

Niemand muss allein sein – aber alle dürfen
Teil des Erfolgskonzepts ist wohl, dass niemand je allein ist – es sei denn, ein WG-Mitglied möchte es. Sowohl der LWL als auch die Aktion Mensch bezeichnen Heimspiel laut Harms als „Vorzeigeprojekt“, weil jede Bewohnerin und jeder Bewohner über ein „Rückzugszimmer“ verfügt und sich mit den Mitbewohnenden in den großzügigen Gemeinschaftsräumen treffen kann. Fertiggestellt sind hier inzwischen auch ein Kunst- und Musik- sowie ein Fitnessraum im Dachgeschoss.

Letzteren nutzen die Bewohnenden vor allem, wenn die Mitarbeitenden der Diakonie, die im Rahmen des ambulanten betreuten Wohnens täglich von 15.30 bis 9.00 Uhr vor Ort sind – in der Zwischenzeit arbeiten die Bewohnenden in Werkstätten –, sie dazu motivieren. Und dennoch: Niemand muss mitmachen. Tatsächlich aber sind viele Gemeinschaftsaktionen wie auch die gemeinsam unternommenen Fahrten gern genommen. Schließlich beraten die WG-Mitglieder im Vorhinein zusammen über die Frage: „Wo fahren wir hin?“ So entschied man sich kürzlich beispielsweise für eine Fahrt nach Paris.

22 junge Menschen auf der Warteliste
Gemeinsam entschieden die WG-Mitglieder auch, zum Jubiläum ihre Türen zu öffnen, um Interessierten zu zeigen, wie sie leben. Zum Mitfeiern gekommen waren unter anderem einige der 22 jungen Menschen, die auf der Warteliste für ein Zimmer in einem der neu entstehenden Projekte stehen. Wer wo zusammenzieht, entscheiden sie dabei selbst. Dazu unterstützt der Verein durch regelmäßige Treffen der jungen Erwachsenen, um einander näher kennenzulernen. Offen ist an der einen oder anderen Stelle auch noch die Finanzierung, für die der Elternverein nun Investor*innen sucht. Fest steht aber: Heimspiel 2.0 und Heimspiel 3.0 „stehen in den Startlöchern“.

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