Was kostet eigentlich eine eigene Wohnung? Wie lässt sich ein Gehalt sinnvoll einteilen? Und welcher Job passt wirklich zu mir? Fragen, die sich viele Jugendliche stellen und die die Achtklässler:innen der Marie-Reinders-Realschule im Rahmen einer Projektwoche ganz konkret angehen. Im Mittelpunkt steht ein zweitägiges Lebensplanungsseminar, das junge Menschen auf das vorbereitet, was nach der Schule wirklich zählt: das echte Leben. „Jede Generation stellt uns vor neue Herausforderungen, aber der Wunsch, die eigene Zukunft selbst gestalten zu können, bleibt. Genau dabei wollen wir unsere Schüler:innen unterstützen“, erklärt Schulleiter Jörg Skubinn
Budgetpläne, Gehaltsabrechnungen und der große Reality-Check
Im Lebensplanungsseminar tauchen die Jugendlichen tief in ihre finanzielle Zukunft ein: Sie analysieren reale Gehaltsabrechnungen, kalkulieren Mietkosten, rechnen Versicherungen durch und planen ein eigenes Haushaltsbudget. Dabei wird schnell klar: Zwischen Wunschgehalt und Wirklichkeit liegen oft Welten. „Träumen ist ausdrücklich erlaubt, aber am Ende des Monats sollte das Konto nicht ins Minus rutschen“, bringt Skubinn die Botschaft des Seminars auf den Punkt.
Unterstützt werden die Schüler:innen dabei von ihren Klassenlehrer:innen sowie von externen Expert:innen: Svenja Kollex (TEDi GmbH & Co. KG), Aileen Fricke (TEDi GmbH & Co. KG), Sandra Kittel (Creditreform) und Nadine Dell’Aquila (Agentur für Arbeit Dortmund) bringen praxisnahes Wissen direkt in den Unterricht.
Vom Seminarraum in die Praxis: Soziales Engagement und Technikberufe
Nach dem Lebensplanungsseminar folgt der nächste Schritt: die Praxis. Während die Mädchen in technische Berufsfelder hineinschnuppern und dabei erfahren, dass Technik weiblich kann, engagieren sich die Jungen in sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen. Ein Perspektivwechsel, der nachhaltiger wirkt als jeder Unterrichtsplan.
Das Lebensplanungsseminar ist nur ein Beispiel für das praxisnahe Bildungsverständnis der Marie-Reinders-Realschule. Ob Ausbildung zum DFB-Junior-Coach, Sozialprojekte oder Berufsorientierung – die Schule schafft Räume, in denen Schüler:innen über sich hinauswachsen können. „Unser Ziel ist es, den Jugendlichen das Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben mitzugeben. Denn Wissen ist wichtig, aber es sind die praktischen Erfahrungen, die den Unterschied machen“, so Skubinn.

















