Seit der Schließung des Rewe-Marktes an der Ecke Benninghofer Straße/Overgünne Ende 2020 steht die Immobilie leer. Mehr als fünf Jahre später ist keine neue Nutzung in Sicht. Das Gebäude befindet sich zunehmend in einem schlechten Zustand, beschädigte Scheiben, Graffiti und Vermüllung prägen das Bild. Für viele im Stadtteil ist der frühere Supermarkt zu einem städtebaulichen Problem geworden.
Im Dezember 2024 war bekannt geworden, dass Edeka einen Abriss und einen großzügigen Neubau plane. Konkrete Schritte folgten bislang jedoch nicht. Auf eine Anfrage im Oktober 2025 teilte das Unternehmen mit, derzeit keine weiteren Details nennen zu können. Auch von Seiten der Stadt Dortmund gibt es aktuell keine neuen Entwicklungen. Nach Angaben der Verwaltung liegen weder Bauvoranfragen noch Bauanträge vor, Gespräche fänden derzeit nicht statt.

Bezirksvertretung fordert Auskunft zum Stand der Dinge
Die anhaltende Unklarheit war Thema in der Bezirksvertretung Hörde. In einem beschlossenen Antrag fordert das Gremium von der Stadtverwaltung Auskunft über den Stand der Entwicklung. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob verbindliche Vereinbarungen oder Verträge existieren und welche zeitlichen Perspektiven für Genehmigungsverfahren, Abriss oder Neubau bestehen.
Zudem möchte die Bezirksvertretung wissen, welche städtebaulichen und verkehrlichen Zielsetzungen die Verwaltung für den Standort verfolgt. Die derzeitige Situation führe zu Verunsicherung bei Anwohnern und Gewerbetreibenden und beeinträchtige das Erscheinungsbild des Quartiers.
Direkte Nachbarn berichten von zunehmender Vermüllung im Umfeld des leerstehenden Gebäudes. Für die Geschäftstreibenden vor Ort stellt der Zustand der Immobilie eine zusätzliche Belastung dar. Solange keine konkreten Planungen vorliegen, bleibt der ehemalige Supermarkt ein sichtbares Zeichen des Stillstands im Stadtteil Benninghofen.

















