Am 20. September starten die Volleyballerinnen des TV Hörde in ihre erste Saison in der Zweiten Bundesliga Pro. Und da dieser Schritt keineswegs ein Pappenstiel ist, bedurfte es einiger Maßnahmen, auch beim Kader. So haben Vanessa Gorny, Isabelle Rosmus und Maren Mäß den Weg an die Seekante gefunden.
Vanessa Gorny
Mit sechs Jahren begann Vanessa Gorny ihre Volleyball-Karriere beim TSV Bayer 04 Leverkusen „und war denen bisher immer treu“. Aktuell spielt die erste Mannschaft in der dritten Liga. „Ich hatte einfach mal Lust auf mehr“, antwortet die 26-jährige, fragt man sie nach dem Grund für ihren Wechsel. Und da man sich in der Volleyballszene kennt, fand sie schnell Kontakt zum TV Hörde, wie sie erzählt: „Da habe ich mal gefragt, ob die eine Libera suchen – und hier bin ich.“ Nach wie vor aber lebt die Notfallsanitäterin in Hilden und fährt zu jedem Training 65 Kilometer – aber „das ist es mir wert“.

Maren Mäß
Auch die Oberhausenerin Maren Mäß sagt: „Ich sammle Kilometer.“ Trotzdem kommt sie mit ihren beruflichen Zielen nicht in Konflikt, weil sie „im Sportbereich“ arbeitet: „Deshalb hat man da relativ viel Verständnis.“ Anders als ihre neue Mannschaftskollegin Gorny bringt die 25-jährige bereits Erfahrung aus der Zweiten Bundesliga Pro mit nach Hörde. Sie unterstützt die „Hörder Mädchen“ ab sofort im Mittelblock.

Isabelle Rosmus
Von Haus aus ist Isabelle Rosmus ebenfalls Mittelblockerin. Aber „ich werde umfunktioniert“, wie die 33-jährige formuliert. Als Diagonalangreiferin soll sie Lynn Kosina ersetzen, die wegen eines gerissenen Kreuzbandes ausfällt: „Das dauert leider.“ Mit ihren 1,84 m aber ist die ehemalige Spielerin des VC Allbau Essen flexibel einsetzbar. Nachdem sie vor anderthalb Jahren Mutter wurde, trat sie volleyballtechnisch kürzer und „wollte jetzt nochmal voll durchstarten“.

Das wird wohl auch nötig sein, denn nachdem der TV Hörde in der Zweiten Liga auf dem sechsten Platz landete und als Nachrücker den Aufstieg perfekt machte, rechnet nicht nur Isabelle Rosmus mit „einer großen Herausforderung“: „Ich glaube, es wird schon wirklich hart.“ Dennoch sieht sie den Reiz am Projekt Zweite Liga Pro in „vielen spannenden Begegnungen“.

„Da kommt einiges auf uns zu“
Zusätzlich zu den sportlichen sieht Teammanagerin Frauke Bartonitz den Verein mit infrastrukturellen Aufgaben konfrontiert. So fordert die Volleyball Bundesliga ein farblich abgesetztes Volleyballfeld sowie ein Interview bei jedem Spiel, aufgenommen mit einer professionellen Kamera. „Es kommt einiges auf uns zu“, ist die Libera überzeugt. Dennoch startet man an der Seekante am 20. dritten Septembersamstag gegen die DSHS SnowTrex Köln motiviert in dieses Abenteuer.

















