In Hörde beginnt aktuell ein Schritt hin zu einem komfortableren Radverkehr im Dortmunder Süden: Die Straße Am Bruchheck wird derzeit zu einem Abschnitt der künftigen „Veloroute 5“ umgestaltet. Nachdem der Kanalbau abgeschlossen und die Fahrbahn erneuert wurde, nutzt die Stadt die Gelegenheit, um die Strecke neu zu ordnen.
Zentrales Merkmal des Umbaus ist die Einführung einer neuen Fahrradstraße. Die rote Oberfläche soll für bessere Orientierung und höhere Sicherheit sorgen. Die Beschichtung erfolgt mit Epoxidharz, das besonders widerstandsfähig und rutschfest ist. Für das Auftragen muss die Straße für einige Tage vollständig gesperrt werden, während übrige Arbeiten abschnittsweise unter Verkehr durchgeführt werden. Auch der P+R-Platz Clarenberg ist während der Sperrung vorübergehend nicht nutzbar.
Bis voraussichtlich Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – witterungsbedingte Verzögerungen sind allerdings möglich, da insbesondere Markierungen nur bei trockenem Wetter aufgebracht werden können.
Neue Regeln und technische Anpassungen
Mit der Einrichtung der Fahrradstraße ändern sich die Verkehrsabläufe deutlich. Der Radverkehr erhält Vorrang, Tempo 30 wird zur einheitlichen Geschwindigkeitsgrenze und Autos müssen sich stärker am Tempo der Radfahrenden orientieren. Die frühere Rechts-vor-Links-Regelung entfällt, stattdessen hat die Fahrradstraße Vorfahrt. Weil die Straße stellenweise zu schmal für Begegnungsverkehr ist, wird ein Abschnitt künftig nur noch in eine Richtung befahrbar sein.
Rund um die benachbarte Schule verspricht sich die Stadt mehr Übersicht und Sicherheit. Neue Querungshilfen, eine gesonderte Haltebucht für den Schulbus sowie eine geplante Hol- und Bringzone sollen das Verkehrsaufkommen strukturieren und typische Konflikte reduzieren.
Auch beim Parken wird neu sortiert: Künftig sind nur noch Längsparkplätze erlaubt, ergänzt durch Sicherheitsstreifen, die Radfahrende vor plötzlich öffnenden Türen schützen sollen. Dadurch verringert sich die Zahl der Stellplätze, im Gegenzug entstehen zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.
Teil eines größeren Wandels
Die Umgestaltung in Hörde ist ein Baustein im Ausbau des städtischen Veloroutennetzes, das im Rahmen des “Masterplans Mobilität 2030“ beschlossen wurde. Die Routen sollen direkte und komfortable Wegeverbindungen schaffen und den Radverkehr im Alltag attraktiver machen. Das neue Teilstück Am Bruchheck bringt dieses Ziel für den Dortmunder Süden nun ein Stück näher.

















