Seit Ende Januar steht mit Katrin Feustel eine neue Leiterin an der Spitze der Verwaltungsstelle Hörde. Im Gespräch mit der Redaktion spricht sie über ihren beruflichen Weg, die Besonderheiten des Stadtbezirks und ihre Ziele für die kommenden Jahre.
Redaktion: Wie verlief Ihr Weg in diese Position?
Katrin Feustel: Ich war zuvor über vier Jahre Stellvertreterin für die vier südlichen Stadtbezirke Dortmunds, darunter auch Hörde. Die Stelle wird regulär ausgeschrieben, es gibt kein automatisches Nachrücken. Ich habe mich beworben und wurde im Auswahlverfahren berücksichtigt.
Redaktion: Sie kannten Hörde bereits aus Ihrer vorherigen Tätigkeit. Was macht den Stadtbezirk für Sie besonders?
Katrin Feustel: Hörde ist sehr vielfältig. Es gibt mit dem Phoenix-See einen wohlhabenderen Bereich, daneben bürgerlich geprägte Quartiere und mit dem Clarenberg auch Stadtteile mit ganz anderen sozialen Strukturen. Diese Mischung macht den Stadtbezirk spannend. Für mich kam als Leitungsfunktion tatsächlich nur Hörde infrage, weil ich den Stadtbezirk kenne und auch gerne hier arbeite.
Redaktion: Gab es Themen, auf die Sie sich besonders gefreut haben oder die Sie direkt angehen möchten?
Katrin Feustel: Zunächst steht das Ankommen und Einarbeiten im Vordergrund. Natürlich hat man eigene Vorstellungen, aber wir bewegen uns in festen finanziellen Rahmenbedingungen, aktuell zusätzlich durch die Haushaltssituation erschwert. Die politischen Entscheidungen trifft die Bezirksvertretung, ich setze sie verwaltungsseitig um und berate. Ein persönliches Anliegen ist mir allerdings das Verwaltungsgebäude, das aus dem Jahr 2002 stammt und an einigen Stellen modernisiert werden könnte.
Redaktion: Ihre Familie ist ebenfalls in der Stadtverwaltung tätig. Hat Sie das geprägt?
Katrin Feustel: Mein Mann und meine Schwester arbeiten ebenfalls bei der Stadt Dortmund, meine Mutter war früher auch dort tätig. Besonders aus meiner Zeit im Ordnungsamt und bei den Zentralen Diensten habe ich viel mitgenommen, vor allem den starken Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen, etwa bei Evakuierungen oder in der Corona-Zeit. Dieses respektvolle Miteinander ist mir auch hier im Haus wichtig.
Redaktion: Sie unterrichten zudem Verwaltungsrecht. Beeinflusst das Ihren Führungsstil?
Katrin Feustel: Ich unterrichte allgemeines Verwaltungsrecht und versuche, Inhalte gemeinsam zu erarbeiten statt frontal zu vermitteln. Das spiegelt sich auch in meinem Führungsstil wider: kooperativ, mit offener Tür. Wir sind alle Erwachsene, aber Probleme sollten offen angesprochen werden können.
Redaktion: Planen Sie langfristig in Hörde zu bleiben?
Katrin Feustel: Ja, ich plane langfristig. Natürlich weiß man im öffentlichen Dienst nie, was die Zukunft bringt, aber ich sehe meine Aufgabe hier für die kommenden Jahre. Es ist eine verantwortungsvolle und zugleich gestalterische Position der Konstanz gut tut.
Redaktion: Woran möchten Sie sich in fünf Jahren messen lassen?
Katrin Feustel: Ich verstehe mich als Bindeglied zwischen Politik und Verwaltung. Wenn es gelingt, wichtige Projekte für den Stadtbezirk konstruktiv zu begleiten und umzusetzen, dann wäre das für mich ein Erfolg. Entscheidend ist, dass alles dem Wohl des Stadtbezirks dient.

















