Der Kunstrasenplatz in Hörde-Benninghofen steht kurz vor seiner Rückkehr in den Spielbetrieb. Nach monatelangen Bauarbeiten soll die modernisierte Anlage voraussichtlich Ende Mai fertiggestellt werden. Die Stadt Dortmund investiert dafür rund 630.000 Euro in den Austausch des verschlissenen Belags. Für den Verein, seine Mitglieder und zahlreiche Jugendmannschaften bedeutet das Projekt weit mehr als nur einen neuen Fußballplatz.
Austausch war dringend notwendig
Wie die Stadt Dortmund auf Anfrage mitteilte, werden die Kosten vollständig von den Sport- und Freizeitbetrieben Dortmund getragen. Hintergrund sei, dass die Stadt Eigentümerin der Anlage ist. Weitere Fördermittel oder Beteiligungen anderer Stellen gebe es nicht. Die Zielsetzung der Maßnahme sei laut Stadt klar formuliert: „Die Wiederherstellung der Nutzungsfähigkeit der Sportanlage.“
Im Vereinsumfeld war bereits seit längerer Zeit bekannt, dass der Kunstrasen an seine Belastungsgrenze gekommen war. “Nach rund zwölf Jahren wäre ein Austausch eigentlich bereits vorgesehen gewesen.” Tatsächlich blieb der Platz sogar etwa 14 Jahre in Benutzung. „Der Platz war einfach durch und zunehmend eine Gefahr für die Spieler“, sagt der Vorstandsvorsitzende Volker Drewing. Trotz regelmäßiger Pflege seien die intensiven Belastungen über viele Jahre deutlich sichtbar geworden. Gerade im Jugend- und Amateurfußball seien moderne Kunstrasenplätze nahezu täglich im Dauereinsatz.
Mannschaften mussten in ganz Dortmund ausweichen
Die Bauphase stellte den Verein vor große organisatorische Herausforderungen. Weil der Platz über Monate nicht genutzt werden konnte, mussten Trainings- und Spielbetrieb auf andere Anlagen verteilt werden – teilweise quer über das gesamte Stadtgebiet. Von den jüngsten Jugendteams bis hin zu den Seniorenmannschaften waren nahezu alle betroffen. Trainingszeiten mussten angepasst, Fahrgemeinschaften organisiert und Abläufe ständig neu koordiniert werden.
„Wir mussten dortmundweit ausweichen“, berichtet Volker Drewin . „Das war für alle Beteiligten eine echte Belastungsprobe.“ Besonders der hohe Einsatz innerhalb des Vereins habe in dieser Zeit geholfen, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. „Ich ziehe wirklich den Hut vor allen, die das mitgemacht haben“, so Drewing weiter. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Trainern, Eltern, Spielern, Ehrenamtlichen und Unterstützern für die Geduld und das Verständnis.“
Gerade im Jugendbereich sei die Situation nicht immer einfach gewesen. Unterschiedliche Trainingsorte, lange Fahrtwege und wechselnde Zeiten hätten den Alltag vieler Familien geprägt.
Kinderfest zur Wiedereröffnung geplant
Umso größer ist nun die Vorfreude auf die Fertigstellung der Anlage. Nach aktuellem Stand soll der neue Kunstrasenplatz Ende Mai wieder freigegeben werden. Zur Eröffnung plant der Verein ein Kinderfest, bei dem insbesondere die Nachwuchsmannschaften im Mittelpunkt stehen sollen. Mit dem neuen Belag sollen wieder bessere Trainingsbedingungen, mehr Sicherheit und langfristige Planungssicherheit geschaffen werden. Gleichzeitig soll die Anlage wieder zum zentralen Treffpunkt des Vereinslebens werden.
Vereinsheim modernisiert und Photovoltaikanlage installiert
Die Bauphase wurde zudem genutzt, um weitere Bereiche rund um die Sportanlage zu modernisieren. So brachte der Verein auch das Vereinsheim auf Vordermann. Zusätzlich wurde eine Photovoltaikanlage installiert, um die Infrastruktur nachhaltiger auszurichten und langfristig Energiekosten zu senken. Damit wurde die Zeit des Umbaus nicht nur für die notwendige Erneuerung des Spielfelds genutzt, sondern auch für weitere Investitionen in die Zukunft des Vereins. Für viele Beteiligte steht deshalb fest: Die Monate der Einschränkungen haben sich gelohnt. Schon bald soll in Hörde wieder regulär trainiert, gespielt und gefeiert werden können – diesmal auf einem komplett erneuerten Untergrund.

















