Eltern kritisieren geplante Änderungen
In der katholischen Kita St. Clara in Dortmund-Hörde sorgt eine geplante Umstrukturierung der Stadt für großen Unmut bei Eltern und Träger. Nach den aktuellen Plänen sollen die U3-Plätze von bislang 14 auf künftig acht reduziert werden. Gleichzeitig sollen zahlreiche 45-Stunden-Betreuungsplätze in 35-Stunden-Modelle umgewandelt werden.
Der Elternrat kritisiert, dass diese Veränderungen nicht zur tatsächlichen Nachfrage passen. Es sollen 200 Anfragen nach Betreuungsplätzen, insbesondere für U3-Kinder und für eine 45-Stunden-Betreuung bestehen. Durch die geplanten Änderungen könnten bereits zugesagte Betreuungszeiten entfallen, außerdem würden angemeldete Geschwisterkinder möglicherweise keinen Platz mehr bekommen.
Viele Familien sehen dadurch ihre Betreuungsplanung gefährdet. Einige Eltern berichten, dass sie erst im Februar über die Änderungen informiert worden seien, obwohl Kinder bereits für das kommende Kita-Jahr angemeldet waren. Auch Kita-Leitung und Kirchenvorstand erklärten, von der Entscheidung überrascht worden zu sein.

Stadt verweist auf neue Bedarfsplanung
Träger der Einrichtung ist die Katholische Kindertageseinrichtung Östliches Ruhrgebiet GmbH, die gegenüber der Stadt Bedenken gegen die geplanten Änderungen geäußert hat sich damit jedoch nicht durchsetzen konnte.
Die Stadt Dortmund begründet die Anpassung mit einer sozialraumbezogenen Planung für das Kita-Jahr 2026/27. Ziel sei eine bedarfsgerechte Verteilung der Betreuungsplätze im gesamten Stadtteil. Dabei werde eine Versorgungsquote von rund 100 bis 110 Prozent bei Ü3-Plätzen und etwa 50 Prozent bei U3-Plätzen angestrebt. Nach Angaben der Stadt sollen betroffene Kinder weiterhin in der Nähe einen Kita-Platz erhalten können.
Petition gegen die Umstrukturierung
Die Eltern sehen dennoch große Probleme, vor allem wegen der kurzfristigen Umsetzung. Viele Anmeldefristen für andere Einrichtungen seien bereits abgelaufen. Zudem betonen sie, dass sie sich bewusst für die katholische Kita St. Clara entschieden hätten. Um die geplanten Änderungen noch zu verhindern, hat der Elternrat eine Petition gestartet und sammelt derzeit Unterschriften.

















