Auf dem Spielplatz an der Piepenstockstraße kehrt nach langer Wartezeit endlich wieder Leben ein. Unter den schattenspendenden Bäumen tummeln sich seit kurzem wieder Kinder bei Nestschaukel, Rutsche, Balancierbalken und Klettergerüst – ein Anblick, der in den vergangenen Jahren gefehlt hatte. Der Platz war über längere Zeit gesperrt und wurde umfassend erneuert.
Der neu gestaltete Spielbereich wird von Familien bereits gut angenommen. Eltern freuen sich besonders, dass der Platz abseits vom Verkehr liegt und ihren Kindern einen sicheren Freiraum zum Spielen bietet. Doch der Weg dorthin war lang und von bürokratischen Hürden geprägt.
Ein Bauprojekt mit vielen Stolpersteinen
Bevor die Eröffnung möglich war, mussten zahlreiche Vorschriften erfüllt werden. Dazu gehörten Sicherheitsprüfungen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Arnsberg, um mögliche Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg auszuschließen. Zudem wurde der Rasen erneuert, der erst nach einer bestimmten Wuchshöhe betreten werden durfte. Auch der Austausch des Sandkastens und die Installation neuer Spielgeräte hatten ihre Zeit in Anspruch genommen – und die entsprechenden Mittel mussten erst bewilligt werden.
Ein Blick auf die Kosten verdeutlicht, wie anspruchsvoll selbst ein kleiner Spielplatz sein kann: Eine einzige Schaukel kann mit rund 10.000 Euro zu Buche schlagen, eine Sitzbank kostet etwa 2.500 Euro. Nicht verwunderlich also, dass Finanzen, Planung und Umsetzung ihre Zeit brauchten.
Wunsch nach weiterer Ausstattung
Trotz der Freude über die Eröffnung gibt es aus der Elternschaft noch Wünsche: Eine zusätzliche Sitzbank und ein Mülleimer stehen auf der Liste der Verbesserungen. Der mehrfach geäußerte Bedarf zeigt, dass die Nutzungsmöglichkeiten des Spielplatzes noch erweitert werden können, um den Aufenthalt für Familien noch angenehmer zu gestalten.
Offizielle Einweihung in Planung
Auch wenn die Kinder schon längst gespielt haben, folgt bald eine offizielle Eröffnungsfeier. Vertreterinnen und Vertreter der Hörder Bezirksvertretung werden erwartet, um den Abschluss des Projekts gemeinsam mit der Nachbarschaft zu feiern. Bis dahin ist noch etwas Geduld gefragt – ein Faktor, der auch in den vergangenen Monaten oft gefragt war.
Unterm Strich ist der Spielplatz an der Piepenstockstraße ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich ausdauerndes Engagement und geduldige Planung auszahlen können. Und vielleicht ist das Lachen der Kinder der schönste Lohn für alle, die sich dafür eingesetzt haben.

















