„Jetzt wird’s ein bisschen ruhiger“ beim FC Brünninghausen, hofft der frischgebackene Trainer Carsten Droll. Noch bewegt er sich nicht auf dem Platz, sondern eher hinter den Kulissen. Denn nach dem Streik in der Mannschaft nach der Entlassung von Trainer Giovanni Schiatarella und dem sportlichen Leiter Reza Hassani sowie dem darauf folgenden weitgehenden Zerfall des Teams muss Droll zusammen mit dem Vorstand erst einmal wieder einen Kader aufbauen, um in der kommenden Saison mit neuem Trainer-Duo wieder anzugreifen. Damit aber, so der neue Trainer, sei man bereits weit fortgeschritten.
Auf sportlicher Ebene jedoch ist der Druck noch nicht raus. Dass weiterhin etwas zu tun ist, zeigen nach wie vor die Spielergebnisse, musste man sich am Sonntag doch der SpVgg Horsthausen 1:6 geschlagen geben und der SV Sodingen am Tabellenende gab seinen Gästen Mitte Mai kein einziges Tor, dafür aber acht Gegentore mit nach Brünninghausen. Lediglich der erfolgreichen Hinrunde, die der FC als Zweitplatzierter abschloss, ist die momentane Position im Mittelfeld der Tabelle zu verdanken.
Die „Mischung“ soll’s machen
Wer an der einen oder anderen Stelle noch fehle, sei einerseits „der richtige Spieler auf der richtigen Position“, so Droll. Andererseits laufen noch Gespräche darüber, wer in der kommenden Saison an Drolls Seite als Co-Trainer auftreten könnte. Anschließend gelte es, „in der Vorbereitung eine Einheit zu bilden“ und die geplante „Mischung“ aus erfahrenen und eigenen A-Jugend-Spielern, „ganz junge, die sich diesen Platz erspielt haben, erkämpft haben“, zu einer Mannschaft zu machen.

Vereinsmitglieder halten die Stellung
Momentan lebe die Fußballabteilung vom Engagement ihrer Mitglieder, betont Pressesprecher Christopher Hönisch. Zuverlässig fänden sich Freiwillige, „die bereit sind, jedes Wochenende hier einzuspringen und zu helfen“. Besonders die Jugendtrainer Mounir Bazzani, Alessandro Fenu, Mehmet Kolcan und Peter Swenczycki, die das Training der ersten Mannschaft vorübergehend übernehmen, hebt Hönisch hervor. Aber auch die Spieler, die „am Sonntag mal eben zwei Spiele hintereinander spielen“ und so in der Ersten aushelfen, sieht der Pressesprecher als echte Stütze in dieser herausfordernden Zeit.
Man blickt nach vorn
Das, was war, will der Verein laut Hönisch nun hinter sich lassen: „Ich glaube, wir haben gezeigt, dass wir das durchstehen können und durchstehen werden.“ Und steht erst einmal das Team, so glaubt auch der zukünftige Chef-Trainer, bedeuten die Querelen der letzten Monate „für die Arbeit des neuen Kaders gar nichts“. Ohnehin, mit Beginn der nächsten Saison „zählt’s wieder von vorne“.
















