Seit Jahren prägt eine Baustelle den Alltag an der Brüder-Grimm-Schule in Dortmund-Hombruch. Ursprünglich sollte der geplante Erweiterungsbau bereits 2023 fertiggestellt sein. Mittlerweile ist klar: Auch der zuletzt genannte Termin für den Sommer 2026 lässt sich nicht halten. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte müssen sich auf eine weitere Wartezeit einstellen.
Eine lange Geschichte voller Rückschläge
Was als überschaubares Bauvorhaben begann, hat sich zu einem der langwierigsten Schulbauprojekte der Stadt entwickelt. Der Zeitplan geriet schon früh durcheinander, als der ursprünglich beauftragten Baufirma für den Rohbau gekündigt werden musste. Die Folge: Die Arbeiten mussten neu ausgeschrieben werden, was wertvolle Monate kostete. Doch auch mit der neuen Firma kam das Projekt nicht recht voran. Wiederholte Verzögerungen und mangelhaft ausgeführte Arbeiten sorgten dafür, dass am Ende eine dritte Firma engagiert werden musste, um die entstandenen Mängel am Rohbau zu beheben. Erst danach konnten die eigentlichen Ausbauarbeiten überhaupt beginnen.
Als wäre das nicht genug, tauchten im weiteren Verlauf zusätzliche Schwierigkeiten auf. Unter der Bodenplatte des Erdgeschosses stellte sich heraus, dass die Grundleitungen fehlerhaft installiert worden waren. Diese mussten aufwendig saniert werden – ein Vorhaben, das zunächst eine umfassende technische Planung erforderte, bevor überhaupt mit den Reparaturarbeiten begonnen werden konnte. Auch bei der Installation der technischen Gebäudeausstattung – etwa für Strom-, Wasser-, Wärme- und Lüftungssysteme – kamen weitere, bis dahin verborgene Mängel am Rohbau ans Licht. Auch diese mussten erst behoben werden, ehe der Innenausbau fortgesetzt werden konnte. In der Summe ergab sich so eine Kette von Verzögerungen, die den ursprünglichen Zeitplan mehrfach über den Haufen warf.
Etwas Bewegung auf der Baustelle
Trotz allem gibt es inzwischen sichtbare Fortschritte. Die gebäudetechnischen Arbeiten konnten Ende Juli 2026 abgeschlossen werden, und mittlerweile laufen die Estricharbeiten. Ab Mitte August sollen weitere Gewerke im Innenausbau folgen, während parallel an der Dämmung der Fassade gearbeitet wird. Nach den zahlreichen Rückschlägen ist das zumindest ein Zeichen dafür, dass sich auf der Baustelle etwas tut.

Neuer Zieltermin: Ostern 2027
Nach derzeitigem Planungsstand soll der Erweiterungsbau nach den Osterferien 2027 an die Schule übergeben werden – fast vier Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Für viele Grundschulkinder bedeutet das: Sie werden ihre Schule während der gesamten Grundschulzeit nur als Baustelle kennenlernen, mit Baulärm, Staub und eingeschränkten Räumen als ständigen Begleitern des Schulalltags.
Ob dieser vierte Termin tatsächlich hält, bleibt abzuwarten. Die Geschichte der Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie schnell aus optimistischen Prognosen erneute Enttäuschungen werden können. Für die Menschen im Quartier, die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Schulgemeinschaft bleibt die Hoffnung, dass die Bauarbeiten nun tatsächlich in die Zielgerade einbiegen – auch wenn die bisherige Erfahrung zur Vorsicht mahnt.

















