Sicher: Es gab in der Zwischenzeit eine Pandemie. Und der personelle Notstand mancher Bereiche der Stadtverwaltung ist auch hinlänglich bekannt. Andererseits waren die Pläne, den Eiskeller im Rombergpark zu sanieren, dessen Standsicherheit wieder herzustellen und ihn – sei es als Ausstellungsraum oder sogar inkl. Mini-Gastronomie – der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sogar zu Beginn von Corona bereits fast drei Jahre alt. Und wurden damals im Rahmen eines Pressetermins kommuniziert, bei dem Parkleiter Dr. Patrick Knopf u. a. zu Protokoll gab, die Zeit dränge mittlerweile möglicherweise: Immerhin war das marode Gemäuer weitere zehn Jahre zuvor aus gutem Grunde mit einer Umzäunung gesichert worden.
Bis Anfang 2020 wiederum verschwand die Angelegenheit wieder aus der Öffentlichkeit, und auch der seinerzeit ebenfalls involvierte Förderverein des Parks holte es daraus nicht hervor. Danach standen die Uhren, wie sich jede(r) erinnert, erst einmal für rund zwei Jahre still. Gleichwohl wagte sich die Stadt zumindest soweit aus der Deckung, nun für das Jahr 2022, zugleich Jahr des 200. Park-Geburtstages, die Fertigstellung des Projekts in Aussicht zu stellen.
Weitere drei Jahre später fristet der Eiskeller immer noch exakt das Schattendasein, das ihm jetzt schon seit zwei Jahrzehnten beschieden ist. Die Stadtverwaltung teilt auf Anfrage mit, man habe sich im Falle des Rombergparks in der Vergangenheit um vorrangigere Maßnahmen kümmern müssen, auch stünden zum weiteren Vorgehen noch Gespräche aus.
Einstweilen nicht kommentiert wird städtischerseits das hartnäckige Gerücht, das Denkmalamt habe sich bereits vor Jahren gegen eine Erschließung des Gemäuers ausgesprochen und halte lediglich für realistisch, die Außenlage zugänglich zu machen bzw. – mit anderen Worten – eines Tages den Zaun überflüssig zu machen. In diesem Falle allerdings hätte die Kommune anno 2018 höchstpersönlich mit reichlich Trommelwirbel ein Projekt aus der Taufe gehoben, das kurz drauf ein paar Türen weiter für nicht realisierbar erklärt worden wäre: Das klingt dann doch ein wenig schildbürgerhaft.
In aktuellen Statements verweist die städt. Pressestelle auf „aktuell noch laufende Gespräche“, der Rombergpark-Freundeskreis wiederum gibt vor allem zu bedenken, wie viele anderen Baustellen im Park wohl immer noch höhere Priorität genießen dürften: Beispielsweise die geplanten Pflanzenschutzhaus-Anbauten, eine zweite Außenterrasse für den See, ein Neubau anstelle der „Alten Schreinerei“ … das sieben Jahre alte Vorhaben scheint sich nach wie vor ziemlich weit hinten anstellen zu müssen.
Es steht zu hoffen, dass – Stichwort Pflege der Infrastruktur – der Zahn der Zeit in der Zwischenzeit nicht unumkehrbare Fakten schafft.

















