Wer gelegentlich in Syburg unterwegs ist, wird schon einmal vom „Freien Oldtimer-Treffen“ gehört haben, dass alljährlich an Pfingsten auf dem Parkplatz des Restaurants Dieckmann‘s stattfindet. Nachdem der Parkplatz auch in diesem Juni für ein Wochenende mit diversen PKW mit H-Kennzeichen gefüllt war, steht vor Ort diesmal ein weiteres Oldtimer-Event innerhalb eines Jahres an.

15 Kilometer Rundkurs
100 Jahre ist es her, dass im Dortmunder Süden das erste „Hohensyburg Rundstrecken-Rennen für Autos und Motorräder“ startete, wie Holger Ahlefelder vom Allgemeinen Schnauferl Club (ASC) Rhein-Ruhr erzählt: „Es gab also damals eine richtige Rennstrecke in Dortmund.“ Diese führte zu ihrer Zeit alles andere als ein Schattendasein. „Die hat damals Hunderttausende an die Strecke geholt.“ Rund 15 Kilometer lang ist der Rundkurs – mit Start am Dieckmann’s.
Was Ahlefelder und sein Mitstreiter Klaus-Peter Schulte hier für den 26. Oktober planen, ist zwar kein Rennen, aber um Fahrzeuge geht es auch diesmal. Bei dem Schaulaufen versammeln sich „wirklich sehr schöne, dekorative alte Autos“ an der Wittbräucker Straße, wie Ahlefelder verspricht. Darauf hat er bei den Anmeldungen „aus dem ganzen Bundesgebiet“ ein Auge.

Starten soll die Fahrt auch diesmal am Dieckmann’s in Richtung Nordosten die Wittbräucker Straße entlang. Anschließend folgt sie der Brandisstraße durch Wichlinghofen, bevor sie an der Durchstraße nach links abbiegt und bald darauf mit der Kirchhörder Straße wieder nach Süden führt. Dabei lässt sie Lücklemberg hinter sich, biegt in Kirchhörde auf die Hagener Straße ab und folgt ihr an der Schanze entlang bis nach Herdecke. Wo sich Dortmunder Landstraße und Wittbräucker Straße treffen, treten die Teilnehmenden ihre Rückfahrt bis zum Dieckmann‘s an.
Ausstellung erinnert an die Rennen
Ab 11 Uhr ist die Veranstaltung für alle Interessierten geöffnet. Dann haben sie auch die Gelegenheit, die Ausstellung, die die Organisatoren im Glaspavillon des Restaurants aufbauen wollen, zu begutachten. Über die Tagespresse hatten Ahlefelder und Schulte einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet, „irgendwelche alten Relikte“ wie Bilder oder Berichte zu den damaligen Rennen zur Verfügung zu stellen – sehr erfolgreich, wie der ASC-Präsident betont: „Wir haben jetzt so viel, dass wir daraus eine richtige Dokumentation erstellen können.“
Diese dient einerseits der Erinnerung an ein vergessenes Großereignis. Vor allem aber geht es Ahlefelder sowohl mit der Ausstellung als auch mit der Rundfahrt darum, „dieses Lächeln auf die Lippen“ der Menschen zu zaubern, das er bei Oldtimer-Treffen immer wieder beobachtet.

















