Der Frischmarkt am kleinen Marktplatz in Großbarop hat seinen Betrieb eingestellt. Seit dem 3. August bleiben die Türen des Ladens geschlossen, ein Aushang bedankt sich bei den Kunden für vier Jahre Treue. Der Standort hat eine bewegte jüngere Geschichte: 2015 schloss dort bereits ein Lidl-Markt, 2021 folgte das Aus für den Maxi-Markt. Im Mai 2022 übernahm schließlich der Frischmarkt in Kooperation mit Edeka das rund 1.000 Quadratmeter große Ladenlokal und warb mit täglich frischer Ware. Nun ist auch dieses Kapitel zu Ende.
Gestiegene Kosten als Hauptgrund
Über ihren Facebook-Kanal erklärten die Betreiber die wirtschaftlichen Hintergründe der Schließung: Ein kleiner Laden könne mit den Discountern preislich nicht mithalten, weil er andere Kostenstrukturen habe – wer dort einkaufen wolle, müsse das auch regelmäßig tun und nicht nur gelegentlich. Zusätzlich sei der Betrieb durch stark gestiegene Ausgaben für Energie, Wareneinsatz und Personal zunehmend unter Druck geraten, sodass sich der Markt auf Dauer wirtschaftlich nicht mehr habe halten lassen.
Anwohner bedauern den Verlust
Für viele Menschen im Viertel war der Frischmarkt vor allem für spontane, kleinere Einkäufe praktisch – etwa abends schnell noch etwas mitzunehmen, ohne dafür extra ins Auto steigen zu müssen. Gerade ältere Anwohner und Studierende hätten den Laden häufig für kleinere Besorgungen genutzt, ihren großen Wocheneinkauf aber meist andernorts erledigt. Diese Kombination aus geschätzter Nahversorgung und gleichzeitig zu geringem Umsatz mit größeren Einkäufen gilt als einer der Gründe, warum sich der kleine Standort am Ende nicht mehr trug.
Ganz endgültig klingt der Abschied der Betreiber allerdings nicht: In ihrem Facebook-Beitrag deuten sie an, dass es am Standort möglicherweise schneller weitergehen könnte als gedacht. Ob und wann sich ein neuer Nahversorger am kleinen Marktplatz in Großbarop ansiedelt, ist derzeit offen.

















