Die Stadtteilbibliothek Hombruch richtet am Samstag, 29. November, ab 16 Uhr eine Veranstaltung aus, die nicht nur einen runden Geburtstag würdigt, sondern auch ein außergewöhnliches Lebenswerk. Zu Gast ist der Schauspieler und langjährige Friedensaktivist Andreas Weißert, der an diesem Tag 90 Jahre alt wird. Statt eines klassischen Festakts möchten die Kulturtube NRW und die Bibliothek einen Nachmittag ermöglichen, der Raum für Erinnerungen, Austausch und persönliche Einblicke bietet.
Ein Leben auf und hinter der Bühne
Andreas Weißert gehört seit Jahrzehnten zur Kulturlandschaft der Region. Dortmunder kennen ihn als prägende Figur des Theaters, als Regisseur oder als künstlerische Stimme, die in den Ensembles der Stadt tiefe Spuren hinterlassen hat. In Hombruch blickt er gemeinsam mit dem Publikum auf Stationen seines Werdegangs zurück: auf Begegnungen in der Theaterwelt, auf prägende Stücke und auf Erlebnisse, die sich hinter den Kulissen abgespielt haben – weit weg vom Scheinwerferlicht, aber entscheidend für die Atmosphäre einer Produktion.
Theater im Wandel – und ein Blick nach vorn
Der Nachmittag soll aber nicht nur nostalgisch sein. Weißert möchte zugleich darüber sprechen, wie sich das Theater verändert hat und welche Rolle es heute in einer stark digitalisierten, schnelllebigen Gesellschaft einnimmt. Was bedeutet künstlerische Arbeit in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen? Welche Aufgabe kann Kultur übernehmen? Und wie bleibt das Theater ein Ort, an dem Menschen miteinander in Kontakt kommen?
Die Veranstaltung ist bewusst offen gehalten. Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, sich zu beteiligen, Fragen zu stellen und eigene Gedanken einzubringen. Das Format orientiert sich an Weißerts Grundhaltung: Kunst als Dialog, nicht als Einbahnstraße. Der Eintritt ist frei. Statt Geburtstagsgeschenken sammelt die Bibliothek Spenden, die Weißert anschließend an soziale und friedenspolitische Initiativen weitergeben möchte. Für ein wenig adventliche Stimmung dürfen Gäste gerne Weihnachtsgebäck mitbringen. Mit diesem Nachmittag entsteht ein persönlicher Rahmen, der Theatergeschichte, gesellschaftliches Engagement und Hombruchs Gemeinschaft verbindet – und einem Menschen gratuliert, der mit beidem eng verbunden ist.

















