Gemeinsam mit Kunststudent*innen der TU Dortmund hat die WG des Theodor-Fliedner-Heims ein Projekt gestartet, dass die Flure im Gebäude verschönern soll. Eine Woche lang bemalten die Studierenden die freien Wandflächen über zwei Stockwerke.
Ursprung des Ganzen war das Projekt „Selbstwirksamkeit“ des Ev. Johanneswerk gGmbH Pflegedienstes Dortmund entstand aus einer veränderten Brandschutzauflage. Nach einer Brandschau durften Möbel, Pflanzen und Dekorationen nicht mehr in den Fluren der Demenz-Wohngemeinschaft aufgestellt werden. Dadurch ging ein wohnlicher, strukturgebender Begegnungsraum verloren. Um den Fluren wieder Atmosphäre und Orientierung zu geben – unter Einhaltung aller Brandschutzvorgaben – sollte eine künstlerische Wandgestaltung umgesetzt werden.
Erstes Treffen im Sommer
Als Leitidee wurde im Team eine „Zeitreise des Lebens“ von der Geburt bis ins hohe Alter entwickelt. Dieses Motiv wurde den Studierenden der Technischen Universität Dortmund, Fachbereich Kunst, Anfang des Wintersemesters vorgestellt. Gleichzeitig konnten kreative Vorschläge entwickelt werden, um eine passende und individuelle Gestaltung für die Bewohnerinnen und Bewohner zu entwickeln.
Nach einer Erstbegehung im Juli 2025 startete die Zusammenarbeit mit interessierten Studierenden, die das Projekt im Rahmen eines Seminars begleiten. Mitte Februar wurde das Projekt in die Tat umgesetzt. Im Anschluss soll noch eine Abschlusspräsentation und eine Begehung stattfinden.
Ziele des Projekts sind die Förderung von Wohlbefinden, Orientierung und Geborgenheit bei Menschen mit Demenz, die Stärkung des Gefühls von Sicherheit im Wohnumfeld sowie die Unterstützung des Projektschwerpunkts „Selbstwirksamkeit“. Darüber hinaus soll der Austausch zwischen Pflegeeinrichtung und Universität gefördert und soziales Engagement junger Menschen im Pflegekontext gestärkt werden.
Die Einrichtung stellte Materialien, Verpflegung und organisatorische Begleitung bereit und stimmte sich mit Brandschutz und Hausverwaltung ab. Die Universität übernimmt die fachliche Begleitung durch den Professor für Malerei, Tillmann Damrau.
Herr Damrau verrät uns im Gespräch, dass sich die rund 30 Studierenden zum Arbeiten zu kleinen Gruppen zusammengeschlossen haben: „Die jungen Leute haben unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen und sind auch unterschiedlich weit, daher arbeiten sie in Kleingruppen die thematisch zusammenpassen”, erzählt er. Alle Malereien haben den Indikator Entspannung und Wohlbefinden im Fokus und drehen sich um Floralität, Landschaften oder Spiel.
Die Wandgestaltung soll dauerhaft bestehen bleiben und die Flure der Wohngemeinschaft nachhaltig positiv prägen. Die Bewohner*innen sind schon gespannt auf das Endergebnis. Die unterschiedlichen Stimmungen und die dynamischen Bilder scheinen den Menschen vor Ort besonders zu gefallen, bekam die Gruppe als Rückmeldung.

















