Auf dem Gelände rund um das ehemalige Gemeindezentrum St. Norbert in Dortmund-Löttringhausen soll in den kommenden Jahren ein neues Quartier entstehen. Geplant ist eine umfassende Neubebauung, die dem Stadtteil eine neue Ortsmitte geben soll. Neben Wohnungen sind eine Kindertagesstätte, Arztpraxen und ein Café mit Außenterrasse vorgesehen. Ziel ist es, auf dem Hügel an der Löttringhauser Straße einen Ort der Begegnung zu schaffen, der unterschiedliche Generationen zusammenbringt.
Das frühere Gemeindehaus war im Oktober 2025 mit einem Gottesdienst verabschiedet worden. Anfang 2026 zog dort bereits eine Tagespflegeeinrichtung ein. Damit wurde der erste Schritt zur Neunutzung des Areals vollzogen.
Die weiteren Planungen betreffen das rund 5300 Quadratmeter große Grundstück an der Ecke Löttringhauser Straße und Langeloh. Bauherren sind die Brüder Karen und Georg Tomasjan, die bereits an anderen Standorten im Dortmunder Süden im Bereich Pflege und Betreuung aktiv sind. Das Architekturbüro Bauart mit Sitz am Rombergpark entwickelt seit geraumer Zeit die Entwürfe für das neue Quartier. Die Planungen werden eng mit der Stadt abgestimmt, um eine Genehmigungsfähigkeit sicherzustellen.
Wohnen, Kita und Café unter einem Dach
Vorgesehen sind insgesamt 28 Wohnungen. Darunter sollen auch öffentlich geförderte Einheiten sowie barrierearme und altersgerechte Wohnungen entstehen. Ein Teil der Wohnungen ist für Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen vorgesehen. Ergänzend ist betreutes Wohnen geplant.
Ein zentraler Baustein des Vorhabens ist eine fünfzügige Kindertagesstätte. Der künftige Träger steht noch nicht fest. In der näheren Umgebung besteht bereits eine Kita, die weiterhin betrieben wird. Sollten die Bauarbeiten wie kalkuliert verlaufen, könnte die neue Einrichtung im Jahr 2028 ihren Betrieb aufnehmen.
Zusätzlich sind Flächen für Arztpraxen sowie ein Café mit Außenbereich eingeplant. Letzteres soll insbesondere in den Abendstunden als Treffpunkt dienen und zur Belebung des Quartiers beitragen.
Bei der Planung mussten besondere Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Über das Gelände verläuft eine Hauptwasserleitung, auf deren Trasse nicht gebaut werden darf. Die Gebäudeanordnung wurde entsprechend angepasst.
Die Bauzeit wird auf rund anderthalb Jahre geschätzt. Schon jetzt zeichnet sich ein großes Interesse an den Wohnungen ab. Die Leitung der bestehenden Tagespflege soll künftig auch die Koordination des gesamten Standorts übernehmen. Mit dem neuen Ensemble könnte Löttringhausen einen zentralen Ort erhalten, der Wohnen, Betreuung und Begegnung miteinander verbindet.

















