Die freichristliche Gemeinde „B2 belebt“ versteht sich nicht nur als Ort für Gottesdienste, sondern vor allem als offene Anlaufstelle für aller Art Menschen aus dem Stadtteil. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte „Wohnzimmer“ – ein Raum für Begegnung, Gespräche und Gemeinschaft. Darüber sprach Ruth Pletsch, die zu den Mitgründerinnen der Gemeinde und des Wohnzimmers gehört.
Vor rund fünf Jahren entstand die Idee zur Gemeindegründung. Von Anfang an sei den Beteiligten wichtig gewesen, Glauben nicht nur innerhalb der eigenen Gemeinschaft zu leben, sondern auch praktisch nach außen sichtbar zu machen. So entstand der Wunsch, einen sozialen und offenen Ort für Hombruch zu schaffen. „Wir wollten nicht nur unter uns bleiben, sondern einen positiven Einfluss für Hombruch haben“, berichtet Pletsch.
Die Suche nach passenden Räumlichkeiten erwies sich zunächst als Herausforderung. Die ersten Gottesdienste fanden noch in einem Tennisverein statt. Später eröffnete das „Wohnzimmer“ in der Gablenzstraße, wo sich nach und nach immer mehr Menschen einfanden. Nachdem die bisherigen Räume aufgegeben werden mussten, zog die Gemeinde im vergangenen November an den heutigen Standort an Hombrucher Str. 55 um. Dort können nun sämtliche Angebote unter einem Dach stattfinden – vom offenen Treff bis zum Gottesdienst.
Angebote für verschiedene Generationen
Besonders wichtig ist der Gemeinde die Offenheit für unterschiedliche Altersgruppen und auch Konfessionen. Das „offene Wohnzimmer“ findet montags und mittwochs jeweils von 15 bis 20 Uhr statt und richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten. Vor allem Familien mit Kindern nutzen das Angebot gerne als kostenlosen Treffpunkt im Stadtteil.
Daneben gibt es weitere regelmäßige Formate. Die „Krümel“-Gruppe richtet sich an Eltern mit kleinen Kindern und verbindet gemeinsames Frühstücken mit Spiel- und Singangeboten. Für Grundschulkinder gibt es donnerstags die „Jungschar“, während freitags mit den „Goldies“ ein Seniorenkreis angeboten wird.
Auch spirituelle Angebote gehören zum Konzept. Die Gemeinde veranstaltet regelmäßig Gottesdienste in lockerer Atmosphäre sowie sogenannte Alpha-Kurse, in denen Interessierte unverbindlich über Fragen des Glaubens und des Lebens ins Gespräch kommen können.
Viel Engagement auf ehrenamtlicher Basis
Getragen wird das Projekt überwiegend ehrenamtlich. Ruth Pletsch selbst arbeitet als pädagogische Fachkraft in Teilzeit für die Gemeinde. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Mitglieder ehrenamtlich in Organisation und Betreuung der Angebote. Rund 30 Mitglieder zählt die Gemeinde derzeit. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass aus der Idee eines offenen Wohnzimmers inzwischen ein fester Begegnungsort in Hombruch geworden ist.

















