Das Naturfreibad Froschloch in Dortmund-Hombruch bleibt weiterhin geschlossen. Eigentlich sollte die Freibadsaison bereits Mitte Mai beginnen, doch ein Schaden an einer Wasserleitung machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Nun laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit das Bad möglichst zu Beginn der Sommerferien wieder öffnen kann.
Die Anlage war bereits vollständig für die Saison vorbereitet, als im Frühjahr plötzlich Wasser auf einer Wiese unterhalb der Beckenanlage austrat. Schnell stellte sich heraus, dass eine Reinwasserleitung beschädigt war. Durch das Leck ging ein erheblicher Teil des Wassers aus dem Schwimmerbecken verloren. Die betroffene Leitung befindet sich an einer schwer zugänglichen Stelle und verläuft zudem in einem Bereich mit dauerhaft feuchtem Untergrund, was die Reparaturarbeiten deutlich erschwerte.
Aufwendige Suche nach der Ursache
Bereits im März wurde der ungewöhnliche Wasseraustritt festgestellt. Um die Ursache zu finden, mussten zunächst sämtliche Becken entleert werden. Aufgrund der nassen Bodenverhältnisse war es anschließend schwierig, schweres Gerät auf das Gelände zu bringen. Mehrere Untersuchungen waren erforderlich, bevor die genaue Schadstelle lokalisiert werden konnte.
Zunächst kamen kleinere Kamerasysteme zum Einsatz, die jedoch nicht tief genug in die Leitung vordringen konnten. Erst mit spezieller Technik und einem großen Kamerafahrzeug gelang es, den Schaden exakt zu bestimmen. Dabei zeigte sich ein Riss in einer Druckleitung. Da sich die Beschädigung in einem Leitungsbogen befindet, ist eine einfache Reparatur nicht möglich. Die Schadstelle wurde inzwischen freigelegt und die Instandsetzung vorbereitet.
Öffnung zu den Sommerferien angepeilt
Nach Abschluss der Reparatur steht jedoch noch weitere Arbeit bevor. Die Becken müssen erneut mit Wasser befüllt werden. Um den Prozess zu beschleunigen, soll neben Brunnenwasser auch Wasser aus dem städtischen Versorgungsnetz eingesetzt werden.
Anschließend muss die natürliche Wasseraufbereitung des Freibads wieder in Betrieb genommen werden. In Naturfreibädern übernehmen biologische Prozesse einen wichtigen Teil der Wasserreinigung. Daher benötigt das Filtersystem einige Zeit, bis sich die notwendigen Mikroorganismen wieder vollständig entwickelt haben und die Wasserqualität stabil ist. Zusätzlicher Aufwand entsteht durch die mögliche verstärkte Algenbildung, die mit dem verwendeten Füllwasser zusammenhängen kann. Diese stellt zwar kein gesundheitliches Risiko dar, erfordert jedoch mehr Pflegeaufwand bei der Reinigung der Becken.
Wenn die Arbeiten planmäßig verlaufen, könnte das Naturfreibad Froschloch pünktlich zu den Sommerferien am 20. Juli wieder Besucherinnen und Besucher empfangen. Bis dahin bleibt der Eingang jedoch noch geschlossen.
















