Am Mittwoch, den 26. April, findet um um 18 Uhr ein Vortrag zu plattdeutschen Redewendungen und Sprichwörtern in der Gaststätte „Zum Muskelkater“ statt, die nach Erkenntnissen der Hombrucher Sprach- und Heimatfreunde „einen fast in Vergessenheit geratenen Schatz an Wissen und Weisheiten der Vorväter“ bergen: „Sie können noch heute wegweisende Hilfen für das Meistern unseres Alltages sein, geben Hinweise für ein gesundes Leben, können unterhaltsam sein, und richten in schwierigen Zeit mit einem hintergründigen Witz die geschundene Seele auf.
Jeder wird dem noch heute zustimmen, wenn es lautet: ‚Beäter riek un gesund as arm un krank‘ (Besser reich und gesund als arm und krank) oder wenn es heißt: ‚Beätter Unrächt lieën as Unrächt daun‘ (Besser Unrecht erleiden als Unrecht tun) oder ‚Lätt man dän Düwel inne Keärke, well hä foattens op’m Preäkestauhl‘ (Lässt man den Teufel in die Kirche, will er sofort auf den Predigtstuhl (Kanzel). Im Brauchtum spiegeln sich Gewohnheiten wider, die im Einklang mit der Natur stehend für ein gedeihliches Miteinander in der Nachbarschaft sorgen. So freuen sich die Menschen in Westfalen seit Jahrhunderten auf das Osterfeuer und das dazugehörige Brauchtum. Dazu gehörte ab Gründonnerstag auch das Backen des ‚Niëgen-Krüter-Pannekauken‘ (Neun-Kräuter-Pfannkuchen), ‚Dat es geot gegen olle Krankheiten.‘ (Das ist gut gegen alle Krankheiten), lautet eine Weisheit in lippischem Platt. Es wird ein Rezept aus dem 17. Jahrhundert ausgegeben. Vorgestellt werden auch die Bräuche im Jahreslauf und Hochzeitsbräuche.“ Der Eintritt ist frei.
Darüber hinaus lädt der Verein am 15. Juni zum Vortrag „Der doppelte Lehrer Weissnicht: Hombrucher Schulgeschichte und Schulgeschichten aus Hombruch ein. Regelmäßig bietet er außerdem Plattdeutsch-Kurse und Workshops zu Westfälischen und anderen Volkstänzen an.

















