“Das gibt’s ja gar nicht – so eine Großzügigkeit!” Das dachten sich Sabine Leven und Heike Onnertz vom Raum für Kunst auf Zeit, als sie nach ihrer 13. Benefizveranstaltung Kassensturz machten. In der Alten Schmiede hatten sie eine Ausstellung mit verschiedenen Kunstschaffenden eröffnet.
“Seit wir die transparente Spendenbox haben, sind die Leute total großzügig”, beobachtet Veranstalterin Leven. Eine Frau zückte am Hülshof kurzerhand einen 100-Euro-Schein und ließ ihn in die Box fallen. Überzeugt hatte hier vielleicht auch der Spendenzweck.
Stets nimmt die Initiative im Rahmen ihrer Spendenaktionen Kinder in den Blick – so auch diesmal. Der Verein EinDollarBrille hat eine Brillen-Biegemaschine entwickelt, die eine Brillenherstellung für kleinstes Geld ermöglicht. Als die Organisatorinnen des Raums für Kunst auf Zeit sich mit der Vereinsarbeit auseinandesetzten, realisierten sie laut Leven schnell, “dass Kinder nur Bildung erfahren können, wenn sie auch lesen können” – was wiederum auch mit der reinen Sehfähigkeit zusammenhängt.
Aus diesem Grund entschlossen sie sich, in der Alten Schmiede Geld für das Vereinsprojekt Good Vision School in Malawi zu sammeln. Nachdem sie den zusammengekommenen Betrag etwas aufgerundet hatten, konnten sie Karl Reinhard Fischer von EinDollarBrille e. V. nun insgesamt 1.500 Euro überreichen.
Wer keine Gelegenheit hatte, an der Vernissage teilzunehmen, kann die Ausstellung noch bis zum 28. April während der Veranstaltungen in der Alten Schmiede besuchen. Zehn Prozent aus den Erlösen der Kunstverkäufe gehen zusätzlich an Good Vision School.

















