„Es ist schön hier“, findet Sabrina Engelke. Sie steht in den Räumen der ehemaligen Berg- und Hüttenapotheke, in denen sie bald ihre neue Praxis eröffnen wird. Aus dem Fenster kann sie die Roßbachstraße sehen. Aber nicht nur emotionale Gründe haben die Ergotherapeutin bewogen, ihren Mengeder Standort um eine Therapiepraxis in Huckarde zu ergänzen: „Wir haben räumlich keine Kapazitäten mehr.“ Zusätzlich, erklärt Sven Engelke, der in Verwaltungsangelegenheiten an der Seite seiner Frau steht, „ist der Dortmunder Westen unterversorgt“. Ab dem 1. Oktober nun ist der Huckarder Ortskern um sieben Behandlungsräume reicher.
Traumatherapie und Arbeit mit Kindern
Aktuell wandelt sich die Apotheke baulich in eine Ergotherapie-Praxis. Zusätzliche Wände stehen bereits, in den kommenden Wochen folgen Tapeten, Fußböden und natürlich Möbel. Neben üblichen Ergotherapie-Räumen entsteht auch hier ein Spielzimmer, wie es in Mengede bereits vorhanden ist. Die Arbeit mit Kindern mit Konzentrationsproblemen, Schwierigkeiten bei der Körperwahrnehmung, Autismus, ADS oder ADHS nämlich bildet einen der Schwerpunkte in der Praxis Engelke.
Persönlich aber „bin ich spezialisiert auf den psychischen Bereich“, betont Traumatherapeutin Engelke. Dazu gehört für sie beispielsweise die Klangmassage nach Peter Hess, die Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen oder Depressionen oder die Arbeit mit Betroffenen von Burnout. Auch Schmerzpatient*innen finden in der Praxis Engelke Ansprechpersonen. So wartet die 34-Jährige derzeit noch auf ein Mikrostromgerät.

Ergotherapie auch im 2. OG
Sabrina Engelke selbst plant, jeweils zwei Tage in der Woche in Mengede und Huckarde „am Patienten“ zu arbeiten, um einen Tag für Geschäftstermine und andere Erledigungen zur Verfügung zu haben. In Huckarde aber sollen außer ihr nach und nach noch 16 bis 18 weitere Therapeut*innen ihre Arbeit aufnehmen. Denn bei den Praxisräumen im Erdgeschoss soll es nicht bleiben. Vielmehr will Engelke ihre Räumlichkeiten zum 1. November auf das zweite Obergeschoss ausweiten. Wo früher Yunus Albar-Conrad psychotherapeutisch tätig war, soll es in Zukunft um Fragen rund um Demenz, Post Covid oder Herzinfarkte gehen.

















