„Biene, Wespe, Hummel“: Wo liegt der Unterschied? Im Projekt „Natur – Nah erleben, entdecken, bewahren“ betrachten Kinder aus Grundschulen und Kitas aus dem Umfeld des Forsthauses Rahm seit dem Herbst den Wald in seinen unterschiedlichen Jahreszeiten-Gewändern. „Und jetzt im Sommer soll es um die Bienen gehen“, erklärt Projektleiterin Nina Bormann von KITZ.do nun zum Ende des ersten Projektjahres.
Preisgeld zum Projektstart
Mit der Projektidee hatte sich die auf MINT-Themen spezialisierte Bildungseinrichtung für den Umweltpreis der Dr. Gustav Bauckloh Stiftung beworben. Mithilfe der 15.000 Euro Preisgeld konnte man die Idee zum Herbst in die Tat umsetzen. Vier Termine nahmen die Westhausen- und die Hansa-Grundschule sowie die acht FABIDO-Kitas aus den Stadtbezirken Mengede und Huckarde im Laufe des Jahres am Forsthaus Rahm jeweils wahr, pro Jahreszeit einen.
So starteten die Kinder im Herbst, indem sie eine Bohrstockprobe des Waldbodens nahmen. Außerdem vergruben sie Abfälle in einer mit Erde gefüllten Weinkiste. Nun, ein halbes Jahr später, prüften sie, wie sich der Müll inzwischen verändert hatte. Und ein Ergebnis des „Langzeitversuches“ war laut Projektleiterin Bormann eindeutig: Der Plastikmüll sah noch immer genauso aus wie im Herbst. Die Apfelreste oder Bananenschalen aber waren verschwunden. „Ein Junge wollte es gar nicht glauben und hat drei Mal nachgeguckt“, erzählt Regina Kallen von KITZ.do, „Und dass da auch ein Regenwurm beteiligt war, hat für große Überraschung gesorgt.“
Nach Winter, Frühling und Sommer folgt erneut die Frage nach der Finanzierung
Den zweiten Termin prägte vor allem die rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Dortmund, anhand derer die Kinder sich zusammen mit Förster Winfried Hardes mit den Überwinterungsstrategien der Waldtiere auseinandersetzten. Darüber hinaus setzten Bormann und ihr Team stets darauf, den Kindern etwas nach Hause mitzugeben. So fanden die jungen Teilnehmenden im Waldboden gefrorene Fußabdrücke von Wildtieren, die sie in Ton gossen, um sie zu Hause immer wieder anschauen zu können.
Auch nach dem Frühjahrstermin verließen die Kinder das Forsthaus Rahm nicht mit leeren Händen, sondern ausgestattet mit Saatpapier, das sie zum Säen auf dem heimischen Balkon oder im Garten nutzen konnten. Im Garten des Forsthauses gibt es jetzt ebenfalls eine frischgepflanzte Blumenwiese.
Nun, mit dem Einsatz des Imkervereins Derne, endet das Projektjahr am Forsthaus Rahm. „Wir würden das natürlich sehr gerne weitermachen“, versichert Nina Bormann, „Da bräuchten wir natürlich eine Anschlussfinanzierung.“ Die steht noch in den Sternen, aber mit dem Amt für Stadterneuerung ist ein weiterer großer Player im Boot, sodass wohl nicht ausgeschlossen ist, dass es im Herbst weitergehen kann mit „Natur – Nah erleben, entdecken, bewahren“.

















