Ein wenig dichter ist es im Laufe der letzten Jahre geworden, das Netz der Hilfsangebote für Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen, andererseits gibt’s noch eine Menge Luft nach oben. Um das Thema ein bisschen mehr im Alltag der Leute zu verankern, hat die Bundesvereinigung Kinderhospiz e. V. vor sechs Jahren den Kinder-Lebens-Lauf gestartet. Der lehnt sein Konzept ein Stück weit am olympischen Vorbild an und schickt Läufer mitsamt einer Fackel an allen stationären und ambulanten deutschen Kinderhospizen vorbei. Auch Einrichtungen in Österreich, Luxemburg und der Schweiz sind dankenswerterweise inzwischen mit an Bord. Gut: Die offene Flamme wurde, Martinszüge haben‘s längst vorgemacht, durch ein „elektrisches Leuchtmittel“ ersetzt, weil das bei insgesamt über 7000 km Strecke dann doch leichter zu handeln ist.
An immerhin 133 Institutionen führt die Route in „brutto“ sechs Monaten vorbei. Wie die Fackel dabei von A nach B gelangt, ist vor allem davon abhängig, welche Akteure den Organisatoren vor Ort – finanziell und logistisch – unter die Arme greifen. Mal wird buchstäblich gelaufen, mal eskortiert ein Motorrad-Club, mal schwingt man sich aufs Rad. Und selbst bei den diesjährigen „Special Olympics“ im Saarland lief man mitsamt Fackel ins Stadion ein.
In Dortmund war es tatsächlich die Bundespolizei persönlich, die mit kleiner Eskorte das Teilstück von der Bockenfelder Straße bis zum nächsten Zwischenhalt im westfälischen Bocholt zurücklegte.
Besonderheit in Dortmund-Westrich: Noch ist das Kinderhospiz im Bau, steuert aber zielstrebig auf seine Inbetriebnahme zu. Wer dem spendenbasierten Trägerverein gerne unter die Arme greifen oder bei der Sichtbarkeit der Institution helfen möchte, kann sich per Mail an oder telefonisch unter 0231-9788000 an Hospiz-Leiterin Marlena Pöhls wenden.

















