„Nichts mit Politik zu tun haben“: Das klappt sowieso nicht wirklich, denn schließlich betreffen die gesellschaftlichen Spielregeln uns alle. Ziel der „Bundeszentrale für politische Bildung“ (bpb) ist es, dem Nachwuchs die entsprechenden Zusammenhänge möglichst anschaulich zu vermitteln und Informationen zur Verfügung zu stellen.
Auch im Rahmen eines jährlichen Schülerwettbewerbs, zu dem Klassen aus dem gesamten Bundesgebiet Projektbeiträge einreichen können. Der ging 2025 bereits in seine insgesamt 54. Runde, und auch das Bert-Brecht-Gymnasium kann inzwischen auf zahlreiche Teilnahmen und so manchen Wettbewerbs-Erfolg blicken. Dieser Liste wurde jetzt ein weiterer Eintrag hinzugefügt, schaffte es die Klasse 5a der Kirchlinder Schule doch vor wenigen Wochen landesweit auf den Bronze-Rang.
Ihren Erfolg brachten die Fünftklässler*innen durch das Erstellen einer Zeitung unter Dach und Fach, die sich mit dem aktuellen Contest-Motto „No way! Da mach’ ich nicht mit!“ und dem Themenbereich „Mobbing“ auseinandersetzte.
Um dieses Thema umfassend zu beleuchten, sammelte man die Stimmen etlicher Experten inner- und außerhalb der Schule ein. Sozialarbeiter*innen, Polizisten und ein Jugendrichter standen – neben anderen – der Klasse entweder per Mail oder im direkten Gespräch Rede und Antwort; anschließend ging es daran, die neuen Informationen in die richtige Sprache zu kleiden und auf das Wesentliche zu kürzen: Dies möglicherweise der herausforderndste Job, wie die Truppe bald erfahren sollte.
Ein eigens für ihr Zeitungsprojekt erschaffener Comic-Strip war schlussendlich so etwas wie der „Punkt auf dem I“. Mit dem Einreichen ihres Beitrags kurz vor den Weihnachtsferien reizten die Klasse und ihre Lehrerin Lotte Kather die ihnen zur Verfügung stehende Zeitspanne voll aus.
Lohnte sich aber: Der im Landesvergleich erreichte „Bronze-Rang“ machte die Beteiligten nicht nur ziemlich stolz, sondern spülte auch satte 1000 € in die Klassenkasse. Womit noch eine finale Entscheidung anstand, nämlich die Frage: „Was tun mit dem Geld?“ Der schlussendlich gemeinsam getroffene Entschluss klingt jedenfalls nach einer ausgewogenen Mischung aus Verantwortungsgefühl und Sich-etwas-gönnen: 25% fließen konsequenterweise in die Spendenkasse eines bundesweiten Anti-Mobbing-Projekts, 50% bereichern die Klassenkasse für „klassische“ Termine wie Wandertage etc. Für den Rest feiert man den Erfolg mit je einer großen Pizza-Bestellung und einmal „Eis für alle“.
Die BBG-Bilanz des bpb-Wettbewerbs fällt umso erfreulicher aus, da es auch die 5c mit ihrem Projekt in die Nähe der Medaillenplätze schaffte und sich über 100 € für die Klassenkasse freuen durfte.

















