Für eine Turnier-Vorrunde gleich mehrere Hallen zu buchen: Das kennt man sonst eigentlich nur von der Fußball-Stadtmeisterschaft zum Jahreswechsel. Der SC Huckarde-Rahm allerdings hatte bei seinen insgesamt dritten Handballtagen keine Lust auf halbe Sachen. So zog man aus den letztjährigen Erfahrungen den Schluss, den teilnehmenden Teams nach Möglichkeit lange Phasen der Tatenlosigkeit zu ersparen und buchte kurzerhand die Hallen in Nette (1. Wochenende) bzw. Kreuzstraße (2. Wochenende) gleich mit. Wobei „kurzerhand“ den Nagel doch nur halb auf den Kopf trifft: Etwa sechs Monate, verrät Mit-Organisator David Kus, habe das Orga-Team diesmal durchaus in die Planungen gesteckt. Im Ergebnis expandierte man nicht nur räumlich und zeitlich, sondern auch bei den Meldungen, mischten diesmal doch 59 (!) Teams beim Handball-Spektakel mit. Dem Huckarder Ruf folgten dabei keineswegs nur Mannschaften der näheren Umgebung, sondern auch solche aus Dortmunds Umland und bis hinunter nach Remscheid.
In insgesamt sieben Altersklassen traten die Aktiven Ende Juni gegeneinander an. Gut: Bei den „Minis“ ab fünf Jahren spielte der Konkurrenzgedanke einstweilen höchstens eine Nebenrolle. Die Kleinsten aktiven Teilnehmer wiederum waren sie nicht, bekamen doch die „Miniminis“ zwischen zwei und vier Jahren vom SC einen Spieleparcours aufgebaut, in dem sie es an Enthusiasmus nicht fehlen ließen.
Jagte der Nachwuchs nicht dem Ball hinterher, gab’s in Huckardes Sporthalle Beschäftigungsalternativen in ausreichender Zahl. Zum einen hatte man eine unverzichtbare Hüpfburg gemietet, zum anderen ließen sich die zur Verfügung stehenden Turngeräte in der Halle mit wenig Aufwand in Bewegungsangebote verwandeln.
Freuen durften sich die siegreichen Clubs beider Wochenenden über Pokale – ohne Medaille und Urkunde indes wurde niemand nach Hause geschickt: Ein Service, den Huckardes sozialdemokratische BV-Fraktion mit einer großzügigen Spende ermöglicht hatte. Nach insgesamt fünf ereignisreichen Turniertagen mit in der Spitze deutlich über 300 Gästen in Huckardes Halle durften die rund 100 ehrenamtlichen Helfer erschöpft, aber zufrieden Bilanz ziehen.
Davon, dass die Huckarder Handballtage ihren Platz im Jahreskalender auch künftig behalten werden, konnte man schon zwei Wochen vorher ausgehen. Nach der erfolgreichen jüngsten Auflage allerdings zieht man beim SC sogar ein noch größeres „Ding“ in Erwägung. Denn eigentlich, bestätigten die weiteren Orgateam-Mitglieder Marius Lang, Anna-Lena Plutz, Fabian Prein, Mike Lorenz und Jonas Kus, reiche das Interesse von Aktiven und Besuchern auch für ein dreiwöchiges Turnier anno 2026. Final entschieden hat man sich derzeit – noch – nicht. Kommt es so, „werden wir die Veranstaltung aber definitiv in Huckarder Handballwochen umbenennen müssen“, hat sich die Orga-Crew des SC offenbar schon Gedanken um die Details gemacht.

















