Von Nette bis zur Rheinischen Straße ist man unterm Strich eine gute halbe Stunde unterwegs. Einmal monatlich allerdings geht’s nicht nur schneller, sondern macht obendrein ziemlich sicher auch mehr Spaß: Immer dann nämlich, wenn Dortmunds Nahverkehrsmuseum seine Historienbahnen auf die Reise schickt. Die zockeln schließlich mittlerweile nicht nur bis zur Kokerei Hansa, sondern machen seit einiger Zeit erst dort kehrt, wo bis vor kurzem noch das Emscherschlösschen stand.
Hierzu wird unter anderem der sog. Hansa-Brückenzug, eine alte aus Schienen und monumentalen Gasrohren bestehende Industrietrasse, genutzt. Noch zumindest, nagt am alten Industrieerbe doch sichtbar der Zahn der Zeit. Womit wir in der Gegenwart angekommen wären:
War bei Dortmunds Bundestagsmitgliedern Jens Peick und Sabine Poschmann in diesen Tagen die Freude darüber groß, durch Hartnäckigkeit doch noch ans Ziel gekommen zu sein. Das heißt konkret, dass der Bund sich bereiterklärt hat, aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm 550.000 Euro für das Huckarder Industrierelikt „lockerzumachen“. Durch diese Finanzspritze dürften aus Sicht von Musumsvorstand Jens Petersmann etwa die Hälfte aller nötigen Finanzmittel auf einen Streich sichergestellt sein.
Eine angenehme Neuigkeit für kulturhistorisch Interessierte – und eben auch für diejenigen, die an am dritten Sonntag eines Monats (oder zu besonderen Terminen wie der „Nacht der Industriekultur“ – die Retro-Tour von Niedernette nach Dorstfeld und zurück buchen.

















