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Huckarde im Wandel – von Dr. Günter Spranke

Lausige Zeiten – Nissenhütten und Läuseharken: Zwei Probleme im Nachkriegs-Huckarde

von Wir in Dortmund (SK)
vor 2 Jahren
in Huckarde
Lesezeit: 3 Minuten
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Nissenhütten vor der Kulisse der Kokerei Hansa. (Foto: privat)

Nissenhütten vor der Kulisse der Kokerei Hansa. (Foto: privat)

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Manchmal werden unterschiedliche Themenbereiche durch die sprachliche Benennung verknüpft. Zum einen waren im Nachkriegs-Huckarde die „Nissen“, die Eier der Läuse, ein weitverbreitetes Ärgernis. Die kleinen Parasiten, die die beengt lebenden Familien durch ihr Auftreten und das dadurch verursachte Kopfjucken belästigten, wurden in der Wahrnehmung mit den „Nissenhütten“, tonnenförmigen Wohnstätten, in Verbindung gebracht. Die damaligen Wohnverhältnisse begünstigten die Ausbreitung dieser Parasiten, die häufig von Kriegsheimkehrern oder Flüchtlingen eingeschleppt worden waren. Da der Mensch als einziger möglicher Wirt dieser, sich vom Blut der Menschen ernährenden, Insekten ausgemacht wurde und die Übertragung und somit die Weiterverbreitung nur durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch erfolgen konnte, wurde das vermehrte Auftreten der winzigen Insekten mit den beengten Wohnverhältnissen in Verbindung gebracht. Haustiere, Kleidung, Stoffe oder Gegenstände sind kein geeigneter Übertragungsweg. Ohne das menschliche Blut, das etwa alle fünf Stunden, mittels geeigneter Mundwerkzeuge, durch die Kopfhaut aufgenommen wird, können die Tiere nur 24 Std. überleben und vertrocknen nach etwa 55 Stunden.

Huckarde im Wandel – von Dr. Günter Spranke
Rekonstruierte Ausstattung einer Nissenhütte im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz. (© Volkskunde- und Freilichtmuseum)

Namensgleichheit
Dabei waren die Eihüllen der Kopfläuse nicht die Namensgeber der einfachen Notunterkünfte, die in nur wenigen Stunden aus Wellblech und Holz errichtet werden konnten. Benannt wurden die Nissenhütten nach ihrem Konstrukteur, dem kanadischen Ingenieur und Offizier Peter Norman Nissen (1871–1930), der im Jahr 1916 begann, diese Hütten als Unterkünfte und Lagerhäuser für das britische Militär zu entwickeln.

In der unmittelbaren Nachkriegszeit entstanden im Umfeld der Zeche Hansa, genauer an der Buschstraße, mehrere der zeittypischen Wellblech-Unterkünfte, die gegen Korrosion verzinkt waren und durch hölzerne Verschlussplatten oder Wände aus Stein an den Kopfseiten abgedichtet wurden. So konnten an die vierzig Wohnungen für die Belegschaft des Bergwerkes geschaffen werden. Die einfachen Behausungen waren nicht so beliebt, wie die Wohnungen in den wiederaufgebauten Zechenhäusern, doch in den von der Wohnungsnot geprägten Zeiten war den Interessenten fast jede Bleibe recht. „Gib´ mir wenigstens eine halbe Tonne“ bat mancher der verzweifelt suchenden Kumpel die Verwalter des knappen Immobilienbestandes.

Die 5 m breiten und etwa 11 m langen Gebäude sollten ursprünglich einer Familie Wohnraum bieten. In einigen Unterkünften lebten aber auch zwei Familien, oft nur durch einen Vorhang getrennt. Anspruchsvoll durften die Bewohner nicht sein, denn die unverkleideten Wellblechwände waren nicht isoliert und entsprechend waren die Raumtemperaturen im Sommer unangenehm hoch. Doch im Winter 1946/47 waren es eher die Temperaturen um bis zu minus 20 Grad, die den Familien zu schaffen machten. Die extremen Winter der Nachkriegszeit mit ihren Kälte-Rekorden ließen schnell den Wunsch nach den kleinen „Kanonenöfen“ aufkommen, die erst nach und nach die Wohnstuben heizen sollten. Spartanisch war die Ausstattung der Ein-Raum-Behausungen ohnehin. Oft hatte nur wenig Mobiliar die Bombennächte überstanden und mehr als wenige Stühle, ein Tisch und Betten als Nachtlager bildeten nur selten die spartanische Ausstattung.

Verwechselung
Die Menschen im Ruhrgebiet verbanden den Ausdruck „Nissen“ ohnehin mit den lästigen Krabblern und es lag damals nahe, den Bewohnern der einfachen Unterkünfte Unsauberkeit vorzuwerfen. Standesunterschiede wollte man also selbst in den Zeiten gemeinsamer Notlagen machen. Vielen handwerklich geschickten Bewohnern gelang es mit der Zeit die Räume zu isolieren, elektrische Anschlüsse zu installieren und so wenigstens für eine spärliche Beleuchtung zu sorgen. Was blieb, war der Befall mit Parasiten, die schlechte Versorgung mit Nahrungsmitteln oder die kältebedingten Lungenprobleme.

Und dann war da noch das Problem mit den Läusen und das gewohnte Bild der mit der Bekämpfung der Quälgeister beschäftigten Bewohner. Die Bekämpfung der lästigen Krabbler und ihrer Eier gelingt vorzugsweise durch sorgsames Auskämmen der Haare. An den Abenden wurde es bald zu einem Ritual, wenn die Eltern den Nachwuchs um sich scharrten, um nach dem Waschen und unter Verwendung von Essigwasser die Haarsträhnen der Kleinen von den Haarwurzeln her sorgsam auszukämmen. Dazu bediente man sich eines speziellen Läusekamms mit geringem Abstand der Zinken. Ausgewachsene Läuse sind etwa 2–3,5 mm lang, die Nissen sind deutlich kleiner und messen nur ca. 0,3–0,8 mm. Somit fanden die „Läuseharken“ und die Nissenhütten letztlich doch zusammen.

 

 

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