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Home Huckarde

Huckarde im Wandel – von Dr. Günter Spranke

Traditionen zum Martinstag und Jahreswechsel

von Wir in Dortmund (SK)
vor 4 Wochen
in Huckarde
Lesezeit: 4 Minuten
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Martinsbrezeln haben in Huckarde mittlerweile Tradition. (Fotos: privat)

Martinsbrezeln haben in Huckarde mittlerweile Tradition. (Fotos: privat)

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Viele alte Traditionen sind über die Jahre in Vergessenheit geraten, doch mancher Brauch blieb bis heute in der Dorfgemeinschaft erhalten. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit leben die überkommenden Traditionen weiter.

So war es schon immer eine Freude, den Kindern die Wartezeit auf die Feiertage zu verkürzen und etwas Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen. Ein wahrer Festtag im kindlichen Jahreslauf ist deshalb der Martinstag, der 11. November, an dem mit Laternenumzügen des Heiligen gedacht wird. In den Kindergärten und Grundschulen werden im Vorfeld dieses Tages Laternen gebastelt und Martinslieder eingeübt. Im Umfeld des Martinstages treffen sich die Kinder und ihre Begleitung an festgelegten Plätzen, etwa Schulhöfen oder Kirchhöfen. In der Dämmerung beginnt dann der Umzug durch die Straßen der Gemeinde. Begleitet wird der Zug von einem Martinsdarsteller zu Pferd und musikalisch unterstützt werden die Teilnehmer von einer Blaskapelle. Die Kinder tragen ihre, oftmals selbstgebastelten, bunten Laternen und singen Lieder:

Laterne, Laterne
Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne,
brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

Das Lied erinnert an die Zeit, als zur Beleuchtung der Laternen vorwiegend echte Kerzen verwendet wurden und diese nicht selten die aus Pappe, Transparentpapier und Buntpapier gebastelten, Lampions entzündeten.

Gern wird zum Schluss der Umzüge ein Lied gesungen, das die Teilnehmer auf den Heimweg einstimmt:

Ich geh` mit meiner Laterne
Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Wie schön das klingt, wenn jeder singt.
Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Mein Licht geht aus, wir geh´n nach Haus.
Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Im Anschluss an den Umzug werden an die teilnehmenden Kinder Martinsbrezeln verteilt. Das war in Huckarde nicht immer so. Bis zum Ende der 1950er Jahre wurden hier eher Stutenkerle gebacken und als traditionelles Gebäck an die Kinder verteilt. Dann zeichnete sich ab, dass der Bedarf an den beliebten Naschereien weiter steigen würde und der damalige Pfarrer Dr. Joseph Stracke begab sich in die Backstube der Bäckerei Reinolsmann, um das Vorgehen am nächsten St. Martinstag zu besprechen. In der Backstube hatte damals der Bäcker Franz Wulf das Sagen und dieser schlug, angesichts der nun zu erwartenden vierstelligen Anzahl der nötigen Backwaren, die Umstellung auf die, für das Team besser zu bewerkstelligende, Fertigung von Martinsbrezeln vor. Er hatte den Brauch der Martinsbrezeln im Rheinland kennengelernt. Pfarrer Dr. Stracke war begeistert und half letzte Einwände gegen das Mammutprojekt zu zerstreuen, als er fleißige Damen aus der Kirchengemeinde rekrutierte, um die Brezeln mit bunten Bändern zu versehen, denn schließlich sollten die Kinder die Brezeln um den Hals hängend nach Hause tragen.

In der Traditionsbäckerei Reinolsmann an der Huckarder Straße wurden daraufhin seit 1959 süße Martinsbrezeln gebacken und Bäckermeister Franz Wulff wurde somit zum Begründer einer neuen Huckarder Tradition. Nicht weniger als 1800 Brezeln verließen gleich im ersten Jahr die Backstube und wurden zu einem begehrten Renner unter den Huckarder Zugteilnehmern. Und ein Renner blieben sie bis vor kurzem, denn Schwiegersohn Thomas Schlotz führte die Tradition weiter und hatte zum St. Martinstag bis zu 3000 Brezeln zu backen. Gebacken wird die Martinsbrezel aus süßem Hefeteig. Aufgrund ihrer Form ist die Brezel leicht zu teilen und steht daher in Bezug zum mildtätigen St. Martin und das erinnert an den vorbildlichen Brauch des Teilens, der den Gebenden selbst glücklicher macht. Schon im Mittelalter war es üblich, am Martinstag süße Brezeln an Arme, Alte und Insassen von Spitälern auszuteilen. Das dazu verwendete Weizenmehl war in früheren Zeiten etwas Außergewöhnliches und wurde nur zu besonderen Anlässen verwendet. Heutzutage wird die Martinsbrezel dazu noch mit Hagelzucker bestreut.

 

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Huckarde im Wandel – von Dr. Günter Spranke
Huckarde im Wandel – von Dr. Günter Spranke
Huckarde im Wandel – von Dr. Günter Spranke

Seit der Reformationszeit wechselte man in den protestantischen Gemeinden vom St. Martinstag, dem Tag der Grablegung des heiligen Martins von Tours am 11. November 397, auf den 10. November. Man widmete bestehende Martinslieder zu Martin-Luther-Liedern um, die Martin Luther als „Lichtfreund“ und „Glaubensmann“ feierten. Viele Bräuche zu diesem Fest wurden aber konfessionsübergreifend weitergeführt. So blieb beispielsweise das Martinsgansessen eine typische Festtagsspeise.

Stutenkerl
Aber ganz vergessen wurde der Stutenkerl in Huckarde doch nicht. Denn die Figur des Stutenkerls geht zurück auf den Heiligen Nikolaus, einen Bischof, der im kleinasiatischen Myra lebte und seit jeher als Beschützer der Kinder galt. Die essbare Figur aus Weizenteig gehört zum sogenannten Gebildbrot, d. h. zu den Teigfiguren, die traditionell anlässlich bestimmter Feiertage gebacken werden. Der Stutenkerl oder Weckmann wird von Hand aus Hefeteig geformt und mit Rosinen als Schmuck verziert, die über die gesamte Figur verstreut wurden. Mit der Weile, besonders nach der Reformationszeit, fanden die Rosinen eher zur Darstellung von Augen oder Knöpfen Verwendung und der ehemalige Bischofsstab wurde durch eine Tonpfeife ersetzt. Gebäck aus Stutenteig war in Westfalen schon immer beliebt und der Stutenkerl findet sich typischerweise um den St. Nikolaustag am 6. Dezember in den Auslagen der Bäckereien.

Ursprünglich gehörte zu den Festen der Vorweihnachtszeit, dass die Festivitäten als „Feuerbräuche“ von geselligen Tänzen und Fackelumzügen begleitet wurden oder als „Heischebräuche“ den Kindern Gelegenheit boten, milde Gaben zu erbetteln. Der Tag „Martini“ markierte als Endpunkt des bäuerlichen Wirtschaftsjahres den Zeitpunkt, an dem Pachtverträge ausliefen, Zinsen fällig wurden, der Viehabtrieb beendet sein musste und der erste neue Wein probiert wurde. Weil Steuerschulden (Zehnt) oft durch die Lieferung von Gänsen beglichen wurden, wurde das Gänseessen (Martinsgans) populär und dieser Brauch stand wohl nicht in Zusammenhang mit den Gänsen, die St. Martin vor seiner Entdeckung gewarnt haben sollten. Serviert wird die Gans gewöhnlich mit Kartoffel- oder Semmelklößen, Blaukraut, Maronen und einem Bratapfel.

Zum weiteren Brauchtum des St. Martinstages gehörte früher das „Martinssingen“, das von Haus zu Haus ging und mit der Bitte von mildtätigen Gaben für die Sänger oder für Arme und Kranke in den dörflichen Gemeinden verbunden war. Heute hat sich diese Tradition auf den Dreikönigstag am 6. Januar verlagert. Um diesen Tag ziehen als „Heilige drei Könige“ verkleidete Kinder, oft Messdiener in Begleitung einer erwachsenen Person, zu den Wohnhäusern der Gemeindemitglieder. Diese „Sternsinger“ singen dort ein Lied oder sagen ein Gedicht auf. Sie bringen anschließend an den Eingangstüren oder den Türbalken den „Sternsingersegen“ an und beschriften den Eingangsbereich mit Kreide. Die traditionelle Segensbitte C+M+B wird von der jeweiligen Jahreszahl eingerahmt und steht für „Christus mansionem benedicat“, zu Deutsch „Christus segne dieses Haus“. Üblich ist im Gegenzug das Einsammeln von Spenden, etwa kleinerer Geldbeträge oder Süßigkeiten für die begleitenden Kinder oder finanzieller Zuwendungen für caritative Organisationen. Heutzutage sind die Sammelaktionen meist zentral gesteuert und dienen der Finanzierung von Entwicklungshilfe-Projekten in aller Welt.

 

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