Auch im deutschen Profifußball tummeln sich bekanntlich so einige Tierarten, von Wölfen über Störche bis hin zu Geißböcken. In Dortmunds Amateurligen jedenfalls wird’s zur nächsten Saison zoologisch vielfältiger, gesellen sich zu Löwen, Grashüpfern usw. doch jetzt auch Bullen.
Denen wird man ab dem Herbst begegnen, wenn man auf dem Platz auf BW Huckarde trifft – allerdings ungewöhnlicherweise nur, wenn’s die 3. Mannschaft ist.
Dass aus den „Bulls Huckarde“ also in Kürze ein Team unter DFB-Fittichen wird, ist letztlich das Resultat einer Abwägung. Sind die Bullen doch seit ihrer Gründung im Dezember 2024 – und zumindest derzeit immer noch – eine Truppe von Hobby-Kickern. Ins Leben gerufen hat sie der Huckarder Tom Rose, der damit im Laufe der letzten Jahre schon zum zweiten Mal ein Freizeit-Ensemble auf die Beine stellte, weil er sich eine Woche ohne sein sportliches Hobby einfach nicht vorstellen möchte. Ursprünglich aus Weggefährten der eigenen Kicker-Karriere zusammengesetzt, zählt der Kreis mittlerweile immerhin rund 25 Ball-Enthusiasten.
Erik Kremer ist einer von ihnen. Der Dormagener, inzwischen 2. Kapitän und Social-Media-Sprachrohr der Huckarder, zog vor rund einem Jahr in den Dortmunder Westen und betont: „Bei mir hat unser Team, hat der Fußball genau das hinbekommen, was er im besten Fall bewirkt: Er hat mir das Ankommen in einer neuen Stadt extrem erleichtert!“
Zusätzliche Spieler kann die Truppe nach wie vor gut gebrauchen, und zwar auf allen Positionen bis hin zum Keeper. „Weil, wie man weiß, nie alle Leute Zeit haben und nie alle Leute fit sind“, erläutert Kremer. Zum Training mitbringen solle man Enthusiasmus und vor allem Teambereitschaft, fasst der Vize-Kapitän zusammen.
Aktuell trifft man sich auf dem Platz am Huckarder Bruch jeweils mittwochs von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr und sonntags zwischen 17 und 19 Uhr. Wobei sich der zweite Termin ab der kommenden Saison verschieben wird, wenn aus den „Bulls“ ein „offizielles“ Team wird, das am Wochenende Ligaspiele absolviert. Antreten wird man dann in der bis dahin aller Voraussicht nach neu-gegründeten Kreisliga D. Darüber, dass man sich mit Blau-Weiß einig geworden ist und so die Infrastruktur des Vereins jetzt ohne Komplikationen mitnutzen kann, freut Erik Kremer sich außerordentlich. Nur die eigene Namens-Identität, hatte man dem Club vom Huckarder Bruch mitgeteilt, wolle man nach Möglichkeit nicht aufgeben. Und siehe da: Der DFB winkte diese Namens-Sonderform – auch zu Erik Kremers Überraschung – widerspruchslos durch. Und so trifft man nun also ab dem Herbst in Huckarde auf die „Bullen“ – aber eben nur, wenn man gegen Blau-Weiß‘ „Dritte“ antritt.















