Dieser Querverweis zur „anderen“ Ballsportart sei gestattet: Was der SC Huckarde-Rahm da auf der Zielgerade seiner Bezirksligasaison ablieferte, stand in Dramatik Felipe Santanas legendärem Treffer für Schwarzgelb im Grunde in nichts nach. Bereits mit dem Rücken zur Wand, bezwang der Dortmunder Underdog am vorletzten Spieltag den Tabellenzweiten aus Warstein mit 26:25 und bog dabei in den letzten sechs Minuten noch einen Zwei-Tore-Rückstand um.
Trotzdem musste für eine erfolgreiche „Mission Klassenerhalt“ zum Saisonfinale noch mindestens ein weiterer Punkt her, und auch hier machten es die Rotweißen wieder spannend und lagen – diesmal waren nur noch gut drei Minuten auf der Uhr – bei Husen-Kurl ein weiteres Mal mit zwei Treffern hinten. Aufgeben wiederum war keine Option, und das sollte sich rundum bezahlt machen: Als bei 28:27-Führung die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Nur zu verständlich, hatte sich der SC in diesem Moment doch gleich doppelt belohnt, da ein Abstieg der ersten Mannschaft eine Kettenreaktion in Gang gesetzt und auch das Kreisligateam der „Zweiten“ auf die Reise nach unten geschickt hätte.
Schall und Rauch! Da zu allem Überfluss die „1. Damen“ den Bezirksligaverbleib bereits ein paar Spieltage zuvor perfekt gemacht hatte, gelang den Huckardern das Kunststück, mit allen drei Liga-Neulingen das rettende Ufer zu erreichen. Nicht immer in den letzten acht Monaten hatte es danach ausgesehen – insbesondere nicht, als Coach Eddie Alexy bei der 1. Herrenmannschaft nach fünf Matches die Brocken hinwarf. Auch etliche verletzungsbedingte Ausfälle machten dem Aufsteiger das Leben nicht eben leichter. Insofern hatte Interimstrainer Matthias Rabe sicherlich recht, als er – wie sein „Co“ David Kus zu Protokoll gibt – der Mannschaft einimpfte, ab jetzt komme es „auf unfassbaren Willen und mannschaftliche Geschlossenheit an“. Eine Maßgabe, der seine Schützlinge offenbar folgten.
Das müssen sie in der nächsten Saison – wie auch die SC-Damen – jedoch unter neuer Leitung tun, stand der „Retter“ doch ganz ausdrücklich nur übergangsweise zur Verfügung.
David Kus ist dennoch zuversichtlich, dass der Club den nächsten kleinen Schritt geht, „aus den Erfahrungen lernt und so noch ein kleines Stück besser wird“. Und Wünsche wahr werden zu lassen, ist den Huckardern aktuell ja sogar gleich dreifach geglückt.

















