365-mal werden wir noch wach … dann öffnet die IGA in Dortmund erstmals ihre Pforten. Zu tun gibt’s bis dahin noch einiges, vieles allerdings hat sich auch schon verändert auf dem Areal in direkter Nachbarschaft zur Kokerei Hansa. Nicht zuletzt etwa ist der Brückenschlag geglückt, mit anderen Worten: Mit dem Haldensprung – der Verbindung zwischen Kokerei-Gelände und Deusenberg – kann das aufwändigste Stückchen neuer IGA-Infrastruktur endlich beschritten und in Augenschein genommen werden.
Logisch, dass die Gäste des „Tags der IGA“ am 23. April sich insbesondere diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten. Wobei die recht umfassenden Führungen übers Gelände auch andere „Hotspots“ wie den künftigen Standort der riesigen Kletterskulptur in Wolkenform oder den Bewegungsparcours nicht außer Acht ließen. Was ein Jahr vor dem offiziellen Startschuss beim im Bau befindlichen Gelände vielerorts noch fehlte, war selbstverständlich der „Garten“. Mindestens erahnen ließ sie sich trotzdem schon, die Stimmung, die Landschaftsgärtner und Planer hier 2027 entstehen lassen wollen.
Und auch Faktenwissen gab es reichlich mitzunehmen beim Rundgang am IGA-Tag: Aus erster Hand u. a. von Karin Molde vom Amt für Stadterneuerung sowie Projektleiter Thomas Popa, und dabei erfrischend unakademisch: sein immenses Gewicht von 350 t etwa hat der Haldensprung, damit er auch stärkste Windböen wegsteckt, ohne ins Schwanken zu geraten. Und die Rampe von der Brücke zurück auf festen Untergrund wurde nicht etwa von einem angetrunkenen Architekten geplant. Die merkwürdigen kleinen Wellen sind vielmehr sowohl volle Absicht als auch Vorschrift, schließlich möchte man den Rollstuhlfahrenden nicht zumuten, eine derartige Distanz ohne Ruhepausen zurücklegen zu müssen.
Zurück auf dem Kokerei-Gelände bot der Gastro-Biergarten bei Traumwetter Gelegenheit, dem ausgedehnten Spaziergang das eine oder andere Kaltgetränk und einen Snack folgen zu lassen. (Wobei – Stichwort Gastronomie mit Anspruch – erlaubt sein muss, auf die Qualität der angebotenen Pommes hinzuweisen: Das war leider definitiv ebenfalls eine Baustelle.) Und wer wollte, konnte außerdem ein vermutlich ziemlich einzigartiges „Fahrgeschäft“ entern, das den Industrie-Charme der Umgebung konsequent aufgriff: In einem selbstverständlich modifizierten, vollvergitterten Baucontainer konnten sich die Gäste per Kran in luftigste Höhen hieven lassen.
Klar wurde von dort oben einerseits, dass es durchaus noch einiges zu tun gibt auf Dortmunds IGA-Areal. Andererseits aber, dass sich da am Rande von Huckarde gerade etwas sehr Ansehnliches entwickelt.

















