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Home Huckarde

Weniger Wasser im Kanal: Huckarde soll zur Schwammstadt werden – Stadt will sich um Landesförderung bewerben

Huckarde soll Fördergebiet im Programm KRiS werden

von Wir in Dortmund (SK)
vor 7 Monaten
in Huckarde, Dortmund
Lesezeit: 2 Minuten
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Ein möglicher Gestaltungsraum ist das Gebiet um die Kokerei Hansa. (Archivfoto: Wir in Dortmund)

Ein möglicher Gestaltungsraum ist das Gebiet um die Kokerei Hansa. (Archivfoto: Wir in Dortmund)

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In Huckarde soll in Zukunft deutlich weniger Regenwasser in die Kanalisation fließen. Denn wenn Regen stattdessen versickert oder direkt in Gewässer geleitet wird, stärkt das den lokalen Wasserkreislauf und lindert Probleme bei Starkregen. Die Stadtverwaltung will ein bestimmtes Gebiet in Huckarde daher für das Förderprogramm KRiS anmelden.

Ausgeschrieben heißt das Landesförderprogramm „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS). Eine Prüfung hat ergeben, dass das Huckarder Gebiet die wichtigste Voraussetzung des Programms erfüllt: Mehr als ein Viertel der dortigen befestigten Fläche könnte von der Mischwasserkanalisation abgekoppelt werden. Das bedeutet: Regenwasser, das dort derzeit in die Kanalisation läuft, könnte versickern oder abfließen. Der Ausschuss für Mobilität, Infrastruktur und Grün soll nun entscheiden, ob das Projekt als sogenannter Gestaltungsraum im KRiS-Programm angemeldet wird.

Auch Private könnten Fördermittel beantragen
Wird der Gestaltungsraum in Huckarde zum Fördergebiet, könnten 90- bis 100-prozentige Zuschüsse für verschiedene Maßnahmen fließen: Von der Dach- und Fassadebegrünung über das Anlegen von Rigolen und die Entsiegelung von Flächen bis zum Anlegen von Abflüssen, die Regenwasser direkt in Gewässer leiten. Hier wird das Prinzip der sogenannten „Schwammstadt“ verfolgt, die Regenwasser aufnimmt und nutzt, statt es zu entsorgen.

Nicht nur die Stadt, auch private Eigentümer*innen werden dann bis Ende 2030 Anträge für konkrete Vorhaben im Gestaltungsraum stellen können. Nach der Bewilligung hätten sie abhängig von der Art des Vorhabens maximal ein bis drei Jahre Zeit, um ihr Projekt umzusetzen und abzurechnen. Als Schlüssel sieht die Stadt die eigenen Liegenschaften und die Bestände der Wohnungswirtschaft.

Wie viel Geld nach Huckarde fließen würde, hängt am Ende von den Anträgen ab. Die Bewilligungen aus dem KRiS-Gesamttopf von 250 Millionen Euro werden in der Reihenfolge des Antragseingangs geprüft. Mit Schüren ist bereits ein Dortmunder Gebiet angemeldet, für das Gebiet „Campus“ rund um die TU und ein Gebiet in Wickede laufen Anmeldungen.

Möglicher Gestaltungsraum von der Kokerei bis zur Mallinckrodtstraße
Der mögliche Gestaltungsraum Huckarde umfasst unter anderem das Gelände der Kokerei Hansa und das Quartier Huckarde-Nord/Mailoh im Norden, das Gebiet um die Kläranlage Deusen und einige bebaute Bereiche entlang des Roßbachs bis hin zur Insterburger Straße und dem Walkmühlenweg.

Die Umsetzung im Klimaquartier Huckarde würde durch das Amt für Stadterneuerung koordiniert und begleitet. Die stadtweite Koordination für KRiS liegt beim städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung.

KRiS ist ein Programm des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV). Eine 60-prozentige Förderung stellt das Land zur Verfügung, EGLV stocken sie auf: Mitglieder von EGLV wie die Stadt Dortmund erhalten 100 Prozent, Nicht-Mitglieder 90 Prozent. Infos zum KRiS-Förderprogramm stehen auf der Homepage der Zukunftsinitiative Klima.Werk.

 

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