Nicht immer ist die „Behördenpoesie“ öffentlicher Beschlüsse leicht zu entschlüsseln. Wie z. B. ist denn jetzt eigentlich der Sachstand für das Freibad Hardenberg? Katrin Lögering beispielsweise, Rats-Fraktionssprecherin der Grünen, äußerte sich bereits im Januar ausgesprochen erfreut darüber, dass „das Bad bleibt und […] saniert“ werde. Und in der Tat liegt schon seit dem letzten Jahr das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie vor, die den Fortbestand der Einrichtung für umsetzbar hält.
Einen Beschluss indes fasste der Stadtrat auf dieser Grundlage erst am 12. Februar. In dem heißt es:
„Der Rat der Stadt Dortmund beschließt: die Verwaltung zu beauftragen, die Ausschreibung der Planungsleistungen mit Kosten von ca. 400.000 € in Stufen vorzubereiten und zu vergeben. Dabei umfasst die erste Stufe die Leistungsphasen I – III und optional Stufe 2 die Leistungsphasen IV bis IX HOAI, vorbehaltlich eines Baubeschlusses des Rates.“
Im Klartext heißt dies: Entschieden wurde zunächst lediglich, weiter zu planen – der Amtsschimmel ist nun mal kein Rennpferd. Andererseits muss über ein viele Millionen Euro schweres Entwicklungsprojekt befunden werden, weswegen Sorgfalt vermutlich keine schlechte Idee ist. Hinter den erwähnten „Leistungsphasen I – III“ jedenfalls verbirgt sich ausschließlich eine konkrete Durchplanung und Berechnung des Vorhabens, erst auf dieser Grundlage erfolgt dann womöglich der Baubeschluss. Mögliche Fördergelder über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wiederum würden, wie die Stadt auf ihrer Homepage wissen lässt, einen Schwung zu erfüllender energetischer Auflagen nach sich ziehen.
Das Fazit lautet also vorerst: Der Vorhang zu und alle Fragen offen. Bei Katrin Lögerings Begeisterung über die vermeintliche Weichenstellung scheint es sich demnach um einen Fall von „zu früh gefreut“ zu handeln.

















