Wie viele der derzeitigen Schüler:innen wohl ein paar von Dortmunds Partnerstädten benennen könnten? Immerhin: An einigen Orten werden die Verbindungen, die u. a. den europäischen Gedanken lebendig halten sollen, immer noch – bzw. wieder – gepflegt.
An der Droste-Hülshoff-Realschule z. B. wischte Corona auch diese Tradition zwischenzeitlich vom Tisch, in diesem Jahr allerdings beschlossen die Kirchlinder, einem alten Projekt neues Leben einzuhauchen. Und so machte sich Ende März eine Gruppe von 19 Jugendlichen aus dem französischen Moreuil auf den Weg ins ferne Westfalen.
Aus der Taufe gehoben wurde die Freundschaft mit dem rund 20 km von Dortmunds Partnerstadt Amiens gelegenen „College Jean Moulin“ vor mindestens 20 Jahren, Lehrerin Estelle Stanczak-Berquer allerdings wies auf ein von ihr aufgespürtes Schriftstück hin, das sogar schon Ende der 1970er-Jahre von der Verbindung Moreuil / Kirchlinde berichtete.
Beim diesjährigen fünftägigen „Comeback“ steuerten die Gastgeber mit ihren Besucher: innen Sehenswürdigkeiten von „ganz nah“ bis ferner an, auf dem Programm standen unter anderem ein Ganztages-Ausflug nach Köln sowie Trips in den Signal-Iduna-Park und zur Zeche Zollern.
Eine Eintagsfliege soll dieses Kapitel deutsch-französischer Freundschaft nicht bleiben: Dass eine Kirchlinder „Delegation“ 2026 in Richtung Frankreich aufbrechen wird, steht demzufolge schon fest. Finanziell gefördert wurde der Dortmund-Trip vom EU-Programm „Erasmus +“, welches sich per Eigendefinition die Förderung von schulischer, beruflicher und persönlicher Entwicklung der Menschen in Europa zum Ziel gesetzt hat.

















