Bauprojekte, bei denen plötzlich kompletter Stillstand eintritt, sind ja leider ein Erkennungsmerkmal unserer Zeit. Ebenso übrigens wie entsprechende Prognosen, die sich nicht bewahrheiten.
Auf der „Kita-Baustelle“ an der Bockenfelder Straße beispielsweise wuchert lediglich das Gras, ansonsten bewegt sich seit über einem Jahr nichts. Der zuständige Projektentwickler commonground hatte im Juli zwischenzeitliche, erhebliche Probleme mit ausführenden Firmen eingestanden, eine Wiederaufnahme der Arbeiten im August allerdings für sehr wahrscheinlich gehalten: Klassischer „Satz mit X“.
Mittlerweile hat die commonground RealEstate GmbH zwar einen blitzsauberen neuen Internetauftritt, reagiert aber seit etlichen Wochen nicht mehr auf telefonische oder schriftliche Anfragen. Licht ins Dunkel bringt in diesem Falle das Dortmunder Frauenzentrum, das als künftiger Kita-Träger ob der aktuellen Situation an der Bockenfelder Straße auch die Hände ringen dürfte:
Demnach hat es die nun schon weit über ein Jahr andauernde Baupause nötig gemacht, die vorhandene Bausubstanz erst einmal von öffentlicher Seite auf etwaige Schäden prüfen zu lassen. Eine weitere Warteschleife, diesmal abhängig von den Kapazitäten der öffentlichen Hand: Die Voraussetzungen könnten besser sein.
Eine Fertigstellung des Hauses, in dem sowohl Kita als auch eine Demenz-WG unterkommen sollen, erhofft sich das Frauenzentrum mittlerweile für das Jahr 2027. Als Prognose will man dies allerdings nicht verstanden wissen.

















