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Home Lüdo

Baugebiet 141: Der Wachtelkönig ist weg, der Dissens bleibt

von Wir in Dortmund (LM)
vor 7 Monaten
in Lüdo, Dortmund
Lesezeit: 2 Minuten
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Auch im Februar idyllisch – nicht nur über den ökologischen Wert des Areals an Lüdos Rand gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen.
(Foto: Wir in Dortmund)

Auch im Februar idyllisch – nicht nur über den ökologischen Wert des Areals an Lüdos Rand gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen. (Foto: Wir in Dortmund)

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Der Ruf des Wachtelkönigs ist – ob nun vorübergehend oder nicht – seit einem Weilchen verhallt, und die Lokalpolitik in Bezirk und Stadt hat das Areal auf dem Toren alias Baugebiet 141 definitiv noch als Entwicklungsfläche auf dem Zettel.

So ist Lüdos SPD-Fraktion von den grundsätzlichen Planungen überzeugt und, wie Fraktionssprecherin Erika Wehde bekräftigt, „sicher, dass eine Umsetzung möglich ist und erfolgen wird.“ Die Verwaltungs-Mühlen andererseits mahlen offenbar ziemlich langsam, und Sabine Darschnik – Sprecherin der „BI Biotope am Grüngürtel Lüdo e. V.“ – hat ihre Vermutungen, warum dem so ist.

Mittlerweile, schätzt sie, müsse den Verantwortlichen in mehrfacher Hinsicht bewusst geworden sein, dass sich das Flurstück am Rande Lütgendortmunds nicht ohne Komplikation erschließen lasse. Nicht nur wegen der Stippvisite des ausgesprochen seltenen Vogels, der sich hier vor rund zweieinhalb Jahren zum Brüten niedergeließ und, so Sabine Darschnik, in jedem Falle eine gründlichere Artenprüfung des Umweltamts notwendig gemacht hat. Sondern zudem wegen der mittlerweile beschlossenen Trasse für eine von Dortmunds künftigen Velo-Routen, die den Zubringer-Verkehr des neuen Wohngebiets kreuzen würde: Dass es ziemlich kompliziert sei, alle potentiellen Gefahrenpunkte zu entschärfen, habe ihr selbst die zuständige Radweg-Planungsgruppe bestätigt, erzählt die BI-Sprecherin.

Dritter Punkt schließlich sei die Entwässerungs-Situation, die das Tiefbauamt von Anfang an als herausfordernd beschrieben habe. „Ich habe das Gefühl“, fasst Sabine Darschnik zusammen, „man hat hier einige harte Planer-Nüsse zu knacken.“ Zu denen sich im Laufe der Zeit sogar noch weitere addiert hätten: „Die geplante und rechtlich notwendige Kita beispielsweise“, führt sie aus, „stünde mitten in dem Gebiet, wo Schilder seit Jahren immer wieder vor dem Eichenprozessionsspinner warnen.“ Und wenn aller Widrigkeiten zum Trotz hier trotzdem Wohnraum geschaffen werde, argwöhnt sie, könne der am Ende für Interessenten kaum noch bezahlbar sein.

Ihre Sicht aufs Projekt hat die BI jetzt nochmal in einer aktualisierten Frageliste gebündelt, die neuen Entwicklungen Rechnung trägt und dem Tiefbauamt Anfang Februar übermittelt wurde. „Die Antworten mögen nicht immer zu unserer Zufriedenheit gewesen sein, aber eine Reaktion gab es immer“, kann sich die Sprecherin der Anlieger zumindest über diesen Teil des Ganzen nicht beklagen.

Eine Überplanung der Zuwegung von städtischer Seite bestätigt auch BV-Mitglied Erika Wehde.
Zudem würden die 2023 notwendig gewordenen Naturschutz-Beobachtungen noch für ein Jahr fortgeführt. Gleichzeitig führt sie aber aus: „Wir gehen davon aus, dass das Gelände in einer der nächsten Ratssitzung an die Dortmunder Stadtentwicklungsgesellschaft übertragen wird. Damit verbindet sich natürlich unsere Hoffnung, dass eine Umsetzung der Baumaßnahme dann zügig vorangetrieben wird.“

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