Kurz vor der Jahrtausendwende verschwand der Durchgangsverkehr aus dem Lütgendortmunder Ortskern. Die damals u. a. vollzogene Umgestaltung des Heinrich-Sondermann-Platzes allerdings lag seitdem – Stichwort Aufenthaltsqualität – so manchen Einheimischen schwer im Magen, bündelt sie doch so einige Planungssünden der 1990er-Jahre.
Half aber alles nichts: Bauliche Änderungen an der Gestaltung, so wurde von offizieller Seite immer wieder unterstrichen, kamen nicht in Frage. Schlicht, weil die in den 1990ern geflossenen Fördermittel einer Zweckbindung unterlagen und man bei Änderungen am Konzept eine Menge Geld hätte zurückzahlen müssen.
Womit wir in der Gegenwart gelandet wären. Was nämlich auch vielen Lütgendortmunder*innen nicht bewusst sein dürfte: Seit 2023 (Marktplatz) bzw. 2024 (Limbecker Str. und „Plateaubereich“) existiert dieser Korken auf der Flasche nicht mehr, endeten nach 25 Jahren doch weitgehend unbeachtet die entsprechenden Sperrfristen. In die Debatte um die Ortskerngestaltung könnte das neuen Schwung bringen. Womöglich umso mehr, sollte demnächst tatsächlich auch in die „Angelegenheit Konze-Immobilie“ neue Bewegung kommen. Jetzt bräuchte es also „nur noch“ ein schlüssiges Konzept, politische Mehrheiten und – trotz allem – wohl so einiges an Geld.

















