Ein bisschen Beratungszeit bat sich Lüdos Bezirksvertretung aus, als die Heinrich-Böll-Gesamtschule im letzten Jahr bei ihr mit der Idee eines Mahnmals für die Demokratie auf dem Pausenhof vorstellig wurde. Was man den Kommunalpolitikern allerdings auch nicht verdenken kann, gehört das Projekt mit einem Planungsvolumen von 14.000 € doch durchaus zu den größeren Hausnummern im Etat. Vor einigen Wochen dann aber durften sich die HBGler über eine Einladung in eine der BV-Sitzungen freuen, in der sich Rektor, Schulsprecher und Projektleiter noch einmal für ihr Anliegen einsetzen konnten.
Kurz darauf schließlich war die höchste Hürde auf dem Weg zur Umsetzung tatsächlich genommen, so dass jetzt mit den konkreten Umsetzungsplänen begonnen werden kann.
Das Licht der Welt hatte die Mahnmal-Idee bereits vor mehr als sieben Jahren aufgrund eines Vorfalls in der Nachbarstadt Hagen erblickt. Dort war von Unbekannten ein Baum gefällt worden, der – mit zahlreichen Statements gegen Rassismus versehen – ebenfalls Mahnmal-Funktion besaß.
In Lütgendortmund, überlegte man an der zertifizierten „Schule gegen Rassismus“, solle stattdessen eine weitgehend unzerstörbare Alternative bekommen.
Schon bald entstanden in den AGs der Schule erste Entwurfsskizzen, dann aber betrat bekanntermaßen eine Pandemie die Bühne und machte alle anderen Themen über Jahre hinweg zu Nebenrollen.
Im Frühling 2024 schließlich trauten sie sich an der Westermannstraße, das Thema wieder auf den Plan zu setzen. Anknüpfend an die bestehenden Ideen soll das Mahnmal die Form eines Obelisken haben. In dessen Seite soll zum einen ein mit dem ersten Grundgesetzartikel versehener Stolperstein eingelassen werden, zweitens will man ihn mit Zitaten zum Thema Meinungsfreiheit beschriften. Mit der derzeitigen Modernisierung des Pausenhofs böte sich möglicherweise zudem ein idealer Standort an. Nach der Finanzierungszusage der BV träumt man an der Westermannstraße davon, dass Projekt im optimalen Falle schon zum Demokratietag im September abgeschlossen zu haben und den Obelisken offiziell einzuweihen. Planungsdetails werden Vertreter:innen von BV und Schulgemeinschaft schon in aller Kürze miteinander absprechen.
Ganz sorgenfrei wiederum blicken Schulleiter Tobias Schnitker und sein Team auch jetzt noch nicht in die Zukunft des Projekts, ist doch bei Bauprojekten derzeit bekanntlich nichts so alt wie die Kostenkalkulation von gestern. Zusätzliche 1000 € allerdings hat der Förderverein zur Unterstützung unterdessen bereits zugesagt, und noch ein bisschen mehr ließe sich womöglich auch noch durch Spenden, Sponsoring-Aktionen wie z. B. einen Waffelverkauf auf dem Wochenmarkt reinholen. Und überhaupt ist man an der HBG so knapp vor dem Ziel fest entschlossen, die Initiative zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.
Wer die Errichtung des Lütgendortmunder Mahnmals gerne selbst mit einerv kleinen Spende unterstützen möchte, kann sich per Mail an den Förderverein der Gesamtschule wenden. Die Adresse lautet

















