Anfang Juli stand „eine ganze Reihe von Bands auf der Straße“. Um denjenigen, die in der „Music Factory“ einen Proberaum angemietet hatten, etwas „Spielraum“ zu schaffen, hätten er und sein Team noch einmal mit der Dortmund Flats GmbH verhandelt, erzählt Andreas Kuhlmann.
Seit zehn Jahren befand sich sein Unternehmen bereits an der Schulte-Heuthaus-Straße, als im vergangenen Jahr eine Kündigung der Räumlichkeiten ins Haus flatterte. Zum wiederholten Male war das Gebäude im Hinterhof der Nummer 23 veräußert worden – und nun ging es um eine Nutzungsänderung: Eine Immobiliengesellschaft plane, an dem Standort Studierenden-Appartements zu bauen, so Kuhlmann. Eigentlich habe sie das Gebäude bereits Ende 2024 leerziehen wollen, der Musikproduzent aber konnte noch einige Monate rausholen. Seit dem 1. Juli nun ist es Realität: „Die Music Factory ist seit Anfang des Monats Geschichte.“
Gerade hatte man vor Ort alle anfallenden Darlehen abbezahlt und hoffte – bei allem Idealismus –, mit der „Music Factory“ nun endlich „ein kleines bisschen Geld verdienen“ zu können. Rund fünf Jahre gab das Mitte-60-jährige Team dem Projekt noch, aber dieses Träumchen ist nun ausgeträumt. Einen Umzug „tun wir uns schlichtweg nicht mehr an“.

Kritik an der Stadt Dortmund
Grundsätzlich findet Andreas Kuhlmann „die Idee richtig, Studentenwohnungen zu bauen“ und das Immobilienunternehmen habe „sich uns gegenüber völlig korrekt verhalten“. Kritischer sieht er das Verhalten der Stadt Dortmund an dieser Stelle. Abseits der städtischen Kultureinrichtungen werden seiner Ansicht nach „kulturelle Aktivitäten ein bisschen runtergehalten“. Im Fall der Music Factory hätte er sich zumindest eine leise Einmischung von städtischer Seite gewünscht.
Für Kuhlmann und einige Kollegen bedeutet das Ende der „Music Factory“ aber nicht das musikalische Ende. Weitergehen wird es in den Räumen des PanKultur e. V., Güntherstr. 69. Dort werden sie gemeinsam nochmal für neues kulturelles Leben sorgen.

















