Dass man sich für den Traum von einem komplett selbstfinanzierten eigenen Glockenturm würde strecken müssen, war von Beginn an klar – und tatsächlich ist die alt-katholische Kleyer Gemeinde noch nicht am Ziel ihrer Wünsche angelangt. Auf einem guten Weg aber sieht sich Pfarrer Robert Geßmann allemal, flossen doch inzwischen durch diverse Spendeninitiativen rund 60.000 € in die Kassen des Projekts. So lassen sich dessen Initiatoren dann auch durch die unvermeidlichen Kostensteigerungen den Wind nicht aus dem Gemeindesegel nehmen und laden für den 22. Juni ab 14.30 Uhr zum Erreichen eines wichtigen Etappenziels in und an die St. Martin-Kirche ein.
Dann nämlich treffen im Stadtteil die drei Kirchenglocken ein und werden in einer Prozession durch den Heimatverein, die örtlichen Bürgerschützen, kirchliche Würdenträger und alle Interessierten von der Christophorusschule bis zum Kirchplatz am Kleyer Weg geleitet.
Seine inoffizielle „Taufe“ hatte das Trio bereits. Neben „St. Martin“ und „Angelus“ wurde – für die kleinste der Glocken – der Name „Hl. Barbara“ vergeben und so eine weitere Brücke zur Bergbauvergangenheit des Ortes geschlagen: Bekanntlich soll zudem der Glockenturm am Kleyer Weg optisch dem Förderturm einer Zeche nachempfunden werden.
Läuft alles glatt, glaubt Robert Geßmann zur Glockenweihe auch dessen Spatenstich bereits fest terminieren zu können. Außer Frage wiederum steht, dass der Termin Ende Juni mit einem Fest an der Kirche inkl. kalten und warmen Getränken, Kuchen, Würstchen und ein bisschen Live-Musik ausklingen wird.

















