In vielen vierten Klassen wird im Sportunterricht gesprungen oder gelaufen – und natürlich gerne auch mal dem Ball hinterhergejagt. An der Mörike-Grundschule allerdings pflegen sie seit vielen Jahren in den Wintermonaten eine besondere Tradition: Dann nämlich geht’s für zwei der drei wöchentlichen Sportstunden auf Richtung Wischlingen, steht doch Eislaufen auf dem Programm.
Waschechte Neulinge sind die wenigsten der Neun- und Zehnjährigen, wenn sie sich im Klassenverbund aufs Eis wagen. Zu lernen gibt’s trotzdem noch einiges, denn schließlich will sich die komplette Truppe nach ein paar Wochen nicht nur notdürftig auf den Beinen halten können, sondern noch ein paar weitere Grundlagen souverän beherrschen: Bremsen beispielsweise, rückwärtsfahren oder in der Hocke die Bahnen ziehen. Und tatsächlich schrecken die „Basics“ nach ein paar Wochen niemanden mehr, wie die Kinder unisono versichern. Trainiert wird übrigens nicht ausschließlich aus Spaß an der Bewegung, sondern alljährlich mit einem glasklaren Ziel: Den Grundschul-Stadtmeisterschaften im Eisstadion an der Strobelallee. Die verstehen sich als eine Art abwechslungsreicher Mehrkampf und verlangen dem Nachwuchs unter anderem so einfallsreiche Sachen ab wie das Errichten einer Becherpyramide auf dem Eis oder einer Rückwärts-Staffellauf.
Und auch wenn „Dabei sein ist alles“ ein leicht übertriebenes Motto wäre: Spaß hat’s, bei aller Aufregung, allen Beteiligten gemacht. Da ließ sich dann auch verschmerzen, dass man an den Medaillenrängen um wenige Sekunden vorbeischlinderte – zumal Platz fünf unter dreizehn Teams ein absolut ehrenvolles Ergebnis ist.
Der „etwas andere“ Somborner Sportunterricht jedenfalls bekommt von allen Viertklässlern eine ausgesprochen hohe Punktzahl.

















