Es gibt ja Feste, ohne die man sich eine Stadt oder einen Ortsteil überhaupt nicht vorstellen könnte: „Dellwig im Advent“ gehört definitiv in diese Kategorie. In einer Zeit des Jahres, die man ohnehin gerne in Gemeinschaft verbringen möchte, liefert der kleine Schlosshof am Waldesrand dazu das perfekte Ambiente. Und zwar drinnen und draußen, denn der heute lauschige, ehemalige Dellwiger Kuhstall lädt ebenfalls zu warmen oder kalten Getränken an die Theke ein. Laut ist hier zum Glück nichts: Der Modellbahnclub ARGE macht neugierig auf das unverwüstliche Hobby für Klein und Größer, draußen locken ein paar Buden mit Kunsthandwerk oder Literatur, die „Grill-Cowboys“ lassen dem Hunger keine Chance, und am Glühweinstand laufen alle Fäden zusammen, wenn man sich zum Plausch zusammenfindet.
Zudem spielte Dellwigs vorweihnachtlicher Markt in kulinarischer Hinsicht beim diesjährigen ersten Adventswochenende noch einen besonderen Trumpf: Erstmals wurde im Dezember der an das Märchen von Frau Holle erinnernde, traditionelle Brotbackofen auf Betriebstemperatur gebracht. Verteilt wurde die „Dellwiger Kruste“ dann, solange der Vorrat reichte, man reihte sich also besser frühzeitig in die Schlange ein.
Die Musik zu all dem kam u. a. vom Posaunenensemble Usseln oder dem heimischen Shanty-Chor, aber natürlich insbesondere aus den Kehlen zahlreicher Grundschulkinder, die sich des kräftigen Applauses ihres Publikums sicher sein durften Wobei die Veranstaltung allerdings in dieser Hinsicht 2025 leider die Absage zweier langjähriger „Stammgäste“ zu verkraften hatte: Es steht zu hoffen, dass sich auch diese beiden Schulchöre im nächsten Jahr wieder in die Reihe der Mitwirkenden einordnen. Wäre ja schade – schließlich ist „Dellwig im Advent“ längst ein unverzichtbares Stück Lütgendortmund.

















