Kurz nach zwölf am 11. September fällt der Startschuss: Mit Ansprachen, politischer Prominenz und einem gemeinsamen Rundgang wird das neue Freizeitgelände auf der ehemaligen Zeche Amalia offiziell eröffnet.
Dass die Fläche formal zu Bochum zählt, spielt für die Nachbarschaft kaum eine Rolle: Die Zufahrt liegt direkt am Harpener Hellweg, gegenüber der Holtestraße im Dortmunder Westen. Das rund 34 Hektar große Gelände ist keine Neuentdeckung: Schon lange vor der Jahrtausendwende gab es erste Überlegungen, auf der stillgelegten Zeche einen Golfstandort entstehen zu lassen. Seit 2019 treibt die Amalia Golf GmbH als Pächterin das Projekt voran – nach mehreren Verzögerungen ist mit der Eröffnung nun ein wichtiger Meilenstein erreicht.
Was am Freitag tatsächlich schon spielbar war
Der Spielbetrieb lief, auch wenn an manchen Stellen des Areals noch gearbeitet wurde. Spielerisch hebt sich der Parcours deutlich von klassischem Minigolf ab: Die Bahnen sind großflächig und teils hügelig angelegt, ergänzt um Hindernisse und spezielle „Bunker“-Zonen mit besonders rauem Kunstrasen, auf denen der Ball – ganz ähnlich wie beim Sandbunker im klassischen Golf – einfach liegen bleibt. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen überdimensioniertem Minigolf und kompaktem Golfspiel und soll sowohl Familien als auch geübte Golferinnen und Golfer ansprechen. Direkt nebenan wartet die zweite Attraktion: Beim Fun-Fußball muss der Ball an verschiedenen Hindernissen vorbei in Tore oder Löcher gespielt werden – auch dieser Parcours konnte am Eröffnungstag zum ersten Mal offiziell getestet werden.
Bezahlbar statt exklusiv
Ab dem folgenden Samstag startet der reguläre Spielbetrieb. Tickets sind vor Ort oder über ein neues Online-Buchungsportal erhältlich, die Preise liegen zwischen 8 und 12 Euro pro Runde, ein Kombiticket für beide Angebote kostet 20 Euro. Die Betreiber betonen, dass das Areal bewusst kein Premium-Erlebnis für wenige sein soll, sondern ein für möglichst viele Menschen erschwingliches Freizeitangebot.
Mit Adventure-Golf und Fun-Fußball ist erst der Anfang gemacht: In den kommenden Jahren sollen unter anderem eine Driving Range, eine Kombination aus Minigolf und Fußball, Übungsflächen zum Einlochen sowie ein 9-Loch-Golfplatz Richtung Ruhrpark und A40 hinzukommen – Letztere allerdings nur für Spieler mit Platzreife. Für den Moment überwiegt an diesem Freitag vor allem die Erleichterung: Nach Jahren voller Verzögerungen rollt auf der Zeche Amalia endlich der erste Ball über den Rasen.
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