Eine Glockenturm-Einweihung. In Dortmund! Anno 2026 – Sachen gibt’s! Seit dem 11.4. allerdings sind sie nun tatsächlich mit kirchlichem Segen in Betrieb, die Glocken der alt-katholischen Kleyer St. Martin-Gemeinde.
Den Festakt mitsamt Eucharistiefeier hatte man aus sehr nachvollziehbarem Grunde in die Abendstunden verlegt, schließlich sollte das neue Bauwerk an diesem besonderen Datum erstmals nicht nur akustisch, sondern auch optisch punkten. Was trotz dem einen oder anderen Regentropfen im Licht der Dämmerung ziemlich gut gelang. Auch das öffentliche Interesse konnte sich durchaus sehen lassen: Nicht nur der WDR war mit einem eigenen Redakteur vor Ort, auch die Menschen der Umgebung pilgerten in erheblicher Zahl zum Kleyer Weg und füllten die kleine Kirche quasi bis zum letzten Platz.
Wie überhaupt festzustellen ist, dass die bundesweit gerade einmal rund 15.000 offizielle Mitglieder zählende altkatholische Kirche längst in Kley angekommen ist, Wurzeln geschlagen hat und von den Einheimischen als „unsere Gemeinde“ wahrgenommen wird.
Der 11. April endete nach einer kleinen Lichterprozession und der eigentlichen, durch Bischof Dr. Matthias Ring vorgenommenen Weihe beim Sektempfang, der selbstverständlich u. a. die Gelegenheit bot, beim Plaudern das erfolgreich abgeschlossene Projekt von der Idee bis zur kompletten Umsetzung noch einmal Revue passieren zu lassen.
Wer Lust hat auf einen kleinen „Akustik-Workshop“, kehrt übrigens am 3. Mai noch einmal zur St. Martin-Gemeinde zurück: Insgesamt sieben unterschiedliche Glockenklang-Kombinationen wird es für die unterschiedlichen klerikalen Anlässe des Kirchenjahres geben: Diese werden dann von Pfr. Robert Geßmann im Anschluss an die 12-Uhr-Messe am praktischen (= klingenden) Beispiel erläutert und demonstriert.

















