Tiere waren die Hauptdarsteller der Sommerwochen in Martens Kneipp-Kindergarten. Doch während das Kraulen, Striegeln und Füttern der Schafe auf dem Herdecker Herzberg-Hof den „Maxi-Kindern“ bzw. künftigen I-Dötzchen vorbehalten blieb, machten Berta, Grey und Henriette im Garten höchstpersönlich hinter der Kita an der Schulte-Heuthaus-Straße Station.
Die dreiköpfige Hühner-Delegation vom Bövinghauser Hof Grieb war bereits die insgesamt vierte, welche sich im Laufe der letzten Jahre im Hof der Kita niederließ. Dabei genoss das Trio einen „Betreuungsschlüssel“, von dem Kitas nur träumen können, denn wenn es ans Füttern und Stall säubern ging, herrschte an kleinen Ehrenamtlern grundsätzlich kein Mangel. Highlight aber natürlich: Die von den Untermietern spendierten Frühstückseier. Da wurde dann auch schon mal im Minutenrhythmus und mucksmäuschenstill mit dem Ohr am Hühnerstall gelauscht, ob nicht eine in unverkennbares, euphorisches Gackern verpackte Erfolgsmeldung zu hören war. Anspruchsvollste Lektion war sicherlich, dem Federvieh ausreichend Ruhe zu gönnen und zu akzeptieren, wenn es einem zwischendurch die sprichwörtliche kalte Schulter zeigt. Der Groschen aber fiel schließlich ebenso wie weitere Verhaltensregeln („Nie gegen den Strich streicheln!“).
Die Wochenend-Betreuung der drei Hühner übernahm, wie schon in den letzten Jahren, auch diesmal wieder ein Trüppchen Eltern. Die Eier wiederum fanden, frisch produziert, ihren Weg auf den Kita-Speiseplan und machten – inkl. der Entscheidung „Heute Rührei oder gekochte Eier?“ – aus einem ganz normalen Frühstück plötzlich ein ganz schön spannendes Event.
















