Trends kommen und gehen, doch wenn St. Martin vor Lütgendortmunds Amtshaus in den Sattel steigt, wird’s voll. Wobei, rein optisch, die Tradition durchaus auf dem Rückzug ist: Aktuell scheinen als Laternenmotive etwa Eistüten oder kleine Tintenfische ziemlich angesagt zu sein. Sonst aber ist alles, wie es war: Eine wirklich große Menge Eltern mit ihren Sprösslingen machte sich also beim größten Martinszug der Umgebung im Laternenschein auf den Weg um den Ort, lauschte zurück auf dem Marktplatz der Erzählung der Martinslegende und ließ es sich anschließend noch bei Bier, Fanta, und Currywurst gutgehen.
Musikalisch setzten die Lütgendortmunder erneut auf die bewährten Dienste von gleich zwei Trommlerkorps aus dem Umland, schließlich sollten die unverwüstlichen Klassiker ja an sämtliche Ohren dringen. „Gut Klang“ hängte anschließend noch ein kleines Platzkonzert an. Da hatte die Ehrenpräsidentin der KG „Kiek es drin“, Helga Reichert, dem Nachwuchs bereits die alte Geschichte vom frierenden Bettler, dem vorbeiziehenden Soldaten und vom Teilen nähergebracht.
Auch das Ende des „offiziellen Teils“ vollzog sich in Lütgendortmund ganz und gar klassisch: Da brachte der Ehrenvorsitzende der örtliche IG, Reinhard Sack, nämlich die Martinsgänse – oder zumindest die entsprechenden Gutscheine – unter die Leute. Zusammenfassend könnte man also auch sagen: Alles wie immer! Aber wann, wenn nicht beim stimmungsvollen Laternenumzug, sollte man sich das wünschen?

















