Der kleine Stern kann sich noch so anstrengen, er schafft’s einfach nicht, zu strahlen – und lernt schließlich, dass er die Energie der Menschen für seine Leuchtkraft benötigt. Na, da musste er auf der Bühne von „Marten im Advent“ aber keinen Treibstoffmangel befürchten: Flogen ihm die Herzen von Eltern, Geschwistern und all dem restlichen Publikum vor der Bühne doch regelrecht zu. Und siehe da, es funktionierte: Nicht nur der kleine Stern, sondern auch all seine Schauspielkolleg*innen von der Martener Kneipp-Kita strahlten von einem Ohr zum anderen und schmetterten den Abschluss-Song mit Inbrunst in die Mikros.
Der Bühnenauftritt der „Minis“ ließ auf dem Martener Schützenplatz also niemanden unberührt, doch auch zu den restlichen Zeiten verbreiteten die jüngeren wie die älteren Live-Künstlerinnen beim Martener Adventsmarkt viel gute Laune: Sei es das souveräne Rock ‘n‘ Roll-„Urgestein“ Jürgen Weber, das volltönende Posaunenensemble „367 Hertz“ oder Martens neues Singprojekt „ChorBewegt!“ bei seiner Konzert-Premiere. Dass sie an einem Tag wie diesem allesamt „nur“ Begleitkünstler für den Mann im roten Mantel sind, können sie sicherlich locker verkraften. Und wer solch eine weite Anreise und solch eine tönende Stimme hat wie Martens – pardon, wie „der“ – Weihnachtsmann, ist völlig zurecht „Top Act“ der Veranstaltung. Den entsprechenden merkt man auf dem Schützenplatz dann auch Jahr für Jahr dem Nachwuchs an. Wobei sich die Allermeisten dann aber letztendlich doch einen Ruck geben, sobald sie merken, dass die imposante Gestalt von freundlichem Wesen und außerdem ausgesprochen freigiebig ist.
Apropos Mut: Den bewiesen auch die Kinder, die sich in Marten im Rahmen einer mittlerweile mit einem Lied oder einem Gedicht ans Mikro trauten und anschließend verdienterweise ein Spielzeug als Belohnung mitnehmen durften. Oder die achtjährige Ukulele-Spielerin, die sich beim Adventsmarkt erstmals vor ein Publikum traute.
Überhaupt lebt auf dem vorweihnachtlichen Schützenplatz bekanntermaßen viel von der familiären Atmosphäre. Und die erfuhr auch dadurch kaum Abbruch, dass die Organisatoren in diesem Jahr – und auf längere Sicht – erstmals ohne das Gebäude des Schulmuseums klarkommen mussten: Die Weihnachtsbäckerei funktionierte nämlich, wie sich schnell herausstellte, bei milden Temperaturen auch problemlos im Außenbereich. Und auch der Weihnachtsmann schaffte es ziemlich sicher unbeschadet und im Trockenen nach Hause: Zumindest der erste Teil der Wegstrecke, der in Marten traditionell in der Fahrrad-Rikscha zurückgelegt wird, klappte reibungslos.
















