„Kaffeehaus“: Das klingt ohne Frage gleich ein gutes Stück stimmungsvoller als „Gemeindehaus“. In Marten vollzieht sich diese Verwandlung mehrmals im Jahr, wenn an der Lina-Schäfer-Straße eine neue Melange angerührt wird: Dahinter steckt die „Literarische Gesellschaft zur Förderung der Kaffeehauskultur“ gleichen Namens, die ihre Ein- und Zwei-Personen-Stücke in früheren Zeiten vorzugsweise in kleinen Bistros wie dem Lütgendortmunder „Blickpunkt“ servierte. Auch aus ökonomischen Gründen aber änderte der Verein um seinen Chef Thomas Eicher in den letzten Jahren das ursprüngliche Konzept ein wenig ab – und fand anno 2024 mit der St. Laurentius-Gemeinde eine, wie Eicher betonte, „sehr charmante“ neue Spielstätte.
Dort wurde und wird in diesem Herbst insgesamt viermal eingeladen zu Musik und Sprachwitz, diversen Getränken und „Schnittchen“.
Zwei der Termine stehen aktuell noch aus, und beim Nächsten wird’s spannend bis mysteriös: Von Caroline Keufen und Martin Bross auf die Bühnenbretter gebracht, steht dann nämlich das Kriminalspiel „Blut ist dicker als Wasser“ nach Altmeister Edgar Wallace auf dem Programm. Mit den Zutaten, die man an seiner Literatur liebt: In einem alten, abgeschiedenen Schloss wird das Testament eines reichen Lords eröffnet. Die geldgierige Verwandtschaft muss erst einmal eine gewisse Zeit zusammen verbringen, bevor es ans Erben geht. Schon bald kommt es zu mysteriösen Todesfällen … All dies wird vom Schauspielduo mit der unverzichtbaren Liebe zum Original, aber auch dem nötigen Augenzwinkern über die Rampe gebracht. Nur eben nicht in Schwarzweiß.
Wer sich also zum Herbstabend eine gute Portion Krimi-Klassik gönnen möchte, sollte seine Schritte am 13. November um 19 Uhr zum St.-Laurentius-Pfarrsaal an der Lina-Schäfer-Str. 10 lenken. Eine Karte gibt es zum Preis von 15 €, der Einlass erfolgt eine Stunde vor Aufführungsbeginn. Verpflegt werden die Besucher*innen auch, und zwar erstmals nicht ausschließlich mit Getränken und Schnittchen, sondern – Stichwort „klassisch“ – mit Currywurst.
Am 18.12. dann schließt sich für Melange in Marten der Jahreskreis. Und zwar ebenfalls ausgesprochen klassisch: Kurz vor dem großen Fest gibt dann, am 18. Dezember, nämlich „Der kleine Lord“ ein Gastspiel.

















