Die Bundesregierung hat nach langen Verhandlungen mit den Ländern Anfang 2024 das Startchancenprogramm ins Leben gerufen. Es ist das bisher größte bildungspolitische Programm der Bundesregierung. Die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau (SPD) hat nun vom nordrhein-westfälischen Schulministerium erfahren, so berichtet sie in einer aktuellen Pressemitteilung, dass sechs Schulen aus dem Stadtbezirk Lütgendortmund ab dem nächsten Schuljahr 2025/26 in das Programm aufgenommen werden.
„Die Steinhammer- und die Friedensgrundschule in Marten, die Holte- und die Marienborn-Grundschule in Lütgendortmund, die Freiligrath-Grundschule in Bövinghausen und die Hauptschule Kley werden ab dem nächsten Schuljahr Startchancenschulen sein. Das ist eine gute Nachricht für viele Schülerinnen und Schüler im Stadtbezirk“, sagt Anja Butschkau. „Sie alle profitieren von besseren Bildungschancen.“ Die sechs Schulen sind Teil der zweiten Tranche von NRW-weit 516 Schulen, die ab dem Schuljahr 2025/26 Mittel aus dem Startchancenprogramm erhalten werden. Sie wurden nach Kriterien des Schulsozialindex in die Auswahl genommen und können ab dem neuen Schuljahr über zusätzliche Mittel verfügen.
Das Programm besteht aus drei Fördersäulen. So können Investitionen in die Schulgebäude und die Ausstattung getätigt werden. Darüber hinaus werden Gelder für multiprofessionelle Teams, z.B. für Schulsozialarbeiter, Therapeuten oder Schulpsychologen bereitstehen. Die dritte Säule bildet ein individuelles Chancenbudget, mit dem Schulen ganz spezifisch dort fördern können, wo es am dringendsten benötigt wird.
Insgesamt 20 Milliarden Euro werden der Bund und die Länder in den nächsten 10 Jahren für das Startchancenprogramm gemeinsam in die Hand nehmen, um deutschlandweit insgesamt 4.000 Schulen in herausfordernden sozialen Lagen zu fördern, davon werden 920 in Nordrhein-Westfalen sein. 2,3 Milliarden Euro der Bundesmittel werden nach Nordrhein-Westfalen fließen. Das Land ist verpflichtet, ebenfalls einen gleich hohen Beitrag zu leisten.
„Die letzten Bildungsstudien haben gezeigt, dass es zum Teil sehr große Kompetenzdefizite unter den Schülerinnen und Schülern gibt. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien haben den höchsten Aufholbedarf“, beschreibt Butschkau die Lage. „Wir brauchen mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Die soziale Herkunft darf nicht länger über den Schulerfolg eines Kindes entscheiden. Deshalb ist es gut, Kinder bereits früh besser zu fördern. Und deshalb ist das Startchancenprogramm der Bundesregierung so wichtig.”

















